Pfalz Pfalz: Gemüsefelder brauchen mehr Bewässerung
Die Gemüsebauern in der Pfalz müssen ihre Felder in diesem Jahr mehr künstlich bewässern als sonst. „Eine Situation wie in diesem und im vergangenen Jahr hatten wir zuletzt 1976“, sagt der Vizepräsident des Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd, Johannes Zehfuß. Der Beregnungsverband Vorderpfalz stellte seinen Mitgliedern im ersten Halbjahr 10,8 Millionen Kubikmeter Wasser zur Beregnung der Felder bereit, wie das Umweltministerium auf eine Landtagsanfrage der Grünen-Fraktion antwortete. Das waren 17,4 Prozent mehr als im Mittel der vergangenen Jahre. „Insbesondere im Gemüsebau mussten leichte, sandige Böden zur Vermeidung von Totalverlusten aufgrund ihrer geringen pflanzenverfügbaren Wasserkapazität in sehr kurzen Zeitabständen bewässert werden.“
„Häufiger und intensiver beregnen“
„Wir müssen häufiger und intensiver beregnen“, sagt Zehfuß, der für die CDU auch im Landtag sitzt. „Weil wir trocken aus dem Winter gekommen sind, haben wir keine Reserven im Unterboden. Der ist richtig trocken, da staubt es.“ „Die Landwirtschaft steht vor der großen Aufgabe, ihre Anbauweise und ihre Sorten stärker nach den veränderten Klimabedingungen auszurichten“, sagt der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Andreas Hartenfels, zur Antwort des Ministeriums. „Technisch helfen zwar intelligente Beregnungssysteme den Wasserbedarf der Pflanzen zu decken.“ Die für die Bewässerung verfügbare Wassermenge werde aber in Zukunft abnehmen.