Pfalz OVG verhandelt Klage gegen zweite Wörther Rheinbrücke
Mit dem Streit um den Bau einer zweiten Rheinbrücke zwischen dem rheinland-pfälzischen Wörth und Karlsruhe in Baden-Württemberg befasst sich am heutigen Mittwoch ( das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat gegen den geplanten Neubau geklagt: Schutzgebiete und seltene Tierarten könnten leiden. Die in Koblenz verhandelte Klage richtet sich gegen den Planfeststellungsbeschluss des Landesbetriebs Mobilität zum rheinland-pfälzischen Teil des Projekts. Dieser umfasst rund 3,7 Kilometer der B 293 von der Anschlussstelle der B 9 bei Wörth bis zur baden-württembergischen Landesgrenze in der Strommitte.
Die bestehende Rheinbrücke bei Wörth von 1966 ist überlastet. Sie war für 18.000 Fahrzeuge pro Tag geplant, wurde aber zuletzt von täglich rund 80.000 Fahrzeugen überquert. Ihre Sanierung läuft. Die neue Brücke soll 1,4 Kilometer nördlich der bestehenden Rheinquerung entstehen.
Aller Voraussicht nach werde es am Mittwoch kein Urteil geben, sagte der Sprecher vom OVG. Möglich sei, dass die Verhandlung am Donnerstag fortgesetzt werde. Gegen den Brückenneubau sind mehrere weitere Klagen, unter anderem des BUND, beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in Mannheim anhängig. Sie betreffen den baden-württembergischen Abschnitt des Projekts.