Pfalz Mitarbeiter von Fremdfirmen im BASF-Stammwerk beschweren sich
Beschäftigte von Fremdfirmen im Ludwigshafener BASF-Stammwerk klagen über Benachteiligungen gegenüber Mitarbeitern des Chemiekonzerns: weite Wege zu den Sanitärräumen, unkomfortable Parkplatz-Situation und in den Kantinen ein Preisaufschlag von 50 Prozent gegenüber dem, was BASF-Beschäftigte zahlen.
„Mensch zweiter Klasse“
Bei der Arbeit auf dem BASF-Gelände fühle er sich wie ein „Mensch zweiter Klasse“, sagte ein Mitarbeiter eines Kontraktors – so nennt die BASF Fremdfirmen – der RHEINPFALZ. Auf dem größten Chemie-Areal der Welt mit knapp 35.000 BASF-Beschäftigten waren im ersten Halbjahr 2017 durchschnittlich 8000 Mitarbeiter von Kontraktoren tätig. Diese erbringen Standard-Serviceleistungen etwa in den Bereichen Industrie- oder Gebäudereinigung und werden zur Bewältigung von Arbeitsspitzen zum Beispiel beim Bau neuer Anlagen und bei Revisionen eingesetzt. 2014, als es auf dem BASF-Gelände besonders viele große Baustellen gab, waren es durchschnittlich 14.000 Beschäftigte von Kontraktoren. In der Spitze können es auch 16.000 gewesen sein. Zum Vergleich: In dieser Größenordnung liegt die Anzahl der Mitarbeiter des Walldorfer Software-Konzerns SAP in der Rhein-Neckar-Region.
BASF: Probleme ansprechen
Eine BASF-Sprecherin sagte, die Partnerfirmen seien aufgefordert, Probleme anzusprechen. Im Vorfeld eines Kontraktoren-Einsatzes werde die Infrastruktur gemeinsam besprochen und geregelt.