Pfalz Landau: Voodoo-Club-Ruine darf abgerissen werden

Das Drama um den Voodoo-Club nimmt eine überraschende Wende: Die Ruine darf abgerissen werden, auch wenn der Rechtsstreit um den
Das Drama um den Voodoo-Club nimmt eine überraschende Wende: Die Ruine darf abgerissen werden, auch wenn der Rechtsstreit um den Kaufpreis noch nicht entschieden ist.

Die Voodoo-Brandruine an der Queichheimer Brücke nahe des Landauer Hauptbahnhofs darf abgerissen werden. Das hat das Verwaltungsgericht Neustadt entschieden.

Schandfleck an Gartenschau-Einfahrt



Seit einem Brand im Juli 2015 war die Ruine ein Schandfleck am Rande des neuen Wohnparks Am Ebenberg. Die verkohlten Mauerreste hatten damals gar die Hauptzufahrt zur Landesgartenschau gesäumt, was vielen Stadtvertretern ein Dorn im Auge war. In diesem Gebäude war einst der beliebte Nachtclub Voodoo, eine Physiotherapiepraxis und ein Weiterbildungsinstitut untergebracht.

Abriss von Stadt verfügt



Die Eigentümer des Baus aus Neustadt und Haßloch liegen seit dem Vorfall mit der Stadt Landau im Dauerclinch. Es geht um einen vor dem verheerenden Feuer geschlossenen Kaufvertrag zwischen den beiden Parteien und jetzt noch immer um den Kaufpreis – der Fall liegt vor dem Oberlandesgericht Zweibrücken. Die Versicherung der Eigentümer übernimmt die Abrisskosten, auch das war gerichtlich geklärt worden. Zwischenzeitlich hat die Stadt Landau eine Verfügung zum Abriss erlassen, die nun vom Verwaltungsgericht Neustadt bestätigt wurde.

Am Wochenende teilweise eingestürzt



Bei einem zweiten Feuer im August 2017 war öffentlich bekannt geworden, dass auf dem Grundstück 20 aufgerissene Säcke mit Asbest lagern. Das Umweltamt der Stadt hat sie entsorgen lassen. Nun gehe von den Asbestprodukten keine Gefahr mehr für die Nachbarschaft aus, argumentierten die Eigentümer. Das reicht dem Gericht nicht. Im Urteil heißt es, maßgebend sei alleine, dass Asbestprodukte im Gebäude vorhanden seien. Am vergangenen Wochenende seien wieder Gebäudeteile eingestürzt. Die Brandruine könne nicht mehr bloß instandgesetzt werden und müsse ohnehin abgerissen werden. Das soll eine Fachfirma erledigen. Die Eigentümer müssen die geschätzten Kosten von 400.000 Euro allerdings nicht vorab zahlen.

x