Pfalz Kormoranjagd: In Rheinland-Pfalz 885 Vögel abgeschossen
Die Jagd auf den seit 1979 europarechtlich geschützten Kormoran geht weiter: In der vergangenen Jagdsaison 2018/19 wurden im Bereich der für die Pfalz und Rheinhessen zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) 274 Kormorane abgeschossen. Im Jahr zuvor waren es 269 Exemplare gewesen. Diese Zahlen nannte gestern eine SGD-Sprecherin in Neustadt. Die damalige SPD-Landesregierung hatte 2008 mit einer Verordnung die Kormoranjagd in Rheinland-Pfalz jeweils vom 15. August bis zum 15. Februar ermöglicht. Begründet wurde dies mit dem Schutz bedrohter oder wieder angesiedelter Fischarten wie dem Lachs. Der Kormoran steht in dem Ruf, ein unersättlicher Fischfresser zu sein. Deshalb hatten Angler und Fischteichbesitzer immer wieder dessen Dezimierung gefordert.
Landesweit wurden 2018/19 bei der Kormoranjagd 885 Tiere erlegt. Ein Jahr zuvor waren es 940 gewesen – der bisherige Rekordwert und mehr als doppelt soviel wie zu Beginn der Abschüsse 2008/09. Damals wurden 416 dieser Wasservögel getötet. Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben des Mainzer Umweltministeriums landesweit 375 Brutpaare – 82 weniger als im Jahr zuvor.