Pfalz Hitze bremst auch BASF aus
Wegen der Hitzewelle macht jetzt auch das weltweit größte Chemie-Areal schlapp: Das Ludwigshafener BASF-Stammwerk (unser Bild) – mit seinen knapp 35.000 Mitarbeitern größter Industriestandort in Rheinland-Pfalz – muss die Produktion drosseln. Als Gründe nennt das Unternehmen die niedrigen Pegelstände des Rheins und die hohen Temperaturen des Flusswassers. Die Menge der Wasserentnahme – unter anderem zum Kühlen von Produktionsanlagen – sei behördlich begrenzt. Außerdem müsse die Temperatur des in den Rhein zurückgeleiteten Kühlwassers auf eine bestimmte Temperatur begrenzt werden. Dazu betreibt das Unternehmen Rückkühlwerke. Um die Vorgaben einzuhalten, müsse die Produktion gedrosselt werden. Angaben zum Ausmaß der Drosselung macht die BASF nicht.
Auch Kraftwerke müssen Produktion drosseln
Im Stammwerk werden knapp neun Millionen Tonnen Verkaufsprodukte im Jahr hergestellt. Ab einer Wassertemperatur von 28 Grad fordert die Mainzer Landesregierung Unternehmen, die Kühlwasser in den Rhein zurückleiten, auf, Maßnahmen bis zur Drosselung der Produktion zu ergreifen. Anfang der Woche war das Wasser am Oberrhein schon 27 Grad warm und hat sich seither weiter aufgeheizt. Wassertemperaturen von 28 Grad und mehr schaden Fischen. Auch Kraftwerke in Karlsruhe und Philippsburg müssen die Produktion seit ein paar Tagen drosseln. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach erwartet für nächsten Donnerstag einen deutlichen Rückgang der Temperaturen.