Mainz
Corona-Pandemie: Praxen warten auf Schutzanzüge und Masken
„Auch für uns ist dies eine unbefriedigende Situation“, schrieb die Pressestelle der KV in Mainz am Mittwoch auf Anfrage. Normalerweise kümmern sich die Ärzte selbst um Schutzbrillen, -anzüge, -und Gesichtsmasken. In Zeiten der Krise ist die KV, die Abrechnungsstelle für die Praxen, zuständig. Und die wartet eigenen Angaben zufolge sowohl auf selbst angefragte Kontingente als auch auf die des Bundes.
Pfälzer Arzt: Lage noch nicht dramatisch
Nach der Schilderung von Jens Galan, Allgemeinmediziner in Grünstadt (Kreis Bad Dürkheim) und Sprecher für etwa 50 Ärzte im Leiningerland, ist die Lage noch nicht dramatisch. Denn die meisten Praxen stellten auf Notbetrieb um. Möglichst wenige Patienten sollten in die Sprechstunde kommen. Viel werde telefonisch oder wie bei ihm auch per Videosprechstunde erledigt. Menschen mit Verdacht auf Herzbeschwerden oder Lungenentzündungen würden weiterhin einbestellt und untersucht – nach vorheriger telefonischer Absprache. Noch werde also wenig Schutzkleidung benötigt. „Aber“, sagt er, „ich fürchte, dass sich das in den nächsten Tagen und Wochen ändern wird.“
Die KV arbeitet nach eigenen Worten „mit Hochdruck“ an der Lösung des Problems. Sobald Ausrüstung ankomme, werde sie verteilt. dts