Pfalz Borkenkäfer, Dürre und Stürme haben dem rheinland-pfälzischen Wald stark zugesetzt
Borkenkäfer, Dürre und Stürme habe dem Wald in Rheinland-Pfalz in den Jahren 2018 und 2019 stark zugesetzt. Insgesamt sei ein Schaden von mehr als 50 Millionen Euro entstanden, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium in einer Schadensbilanz (zum 30. September) in Mainz mit. Die Zahl der vom Borkenkäfer befallenen Fichtenbäume erhöhte sich demnach von rund 670 000 Bäumen im vergangenen Jahr auf nun 1,8 Millionen Bäume. Dies sei ein Fläche von 6150 Hektar - oder rund 12 000 Fußballfeldern.
Zudem meldeten die 44 Forstämter im Land bis Mitte Juli, dass bei anderen Baumarten die von absterbenden Bäumen betroffene Fläche insgesamt 2092 Hektar in 1592 Waldorten betreffe. Abgestorbene Kiefern gab es demnach auf 1088 Hektar Fläche, abgestorbene Buchen auf 631 Hektar Fläche und abgestorbene Eichen auf 232 Hektar. Sturmtief „Friederike“ schädigte im vergangenen Jahr rund 450 000 Bäume. Und „Eberhard“ schlug im März dieses Jahres bei 350 000 Bäumen zu.
Der Borkenkäfer, der sich vor allem in trockenen und heißen Sommern vermehrt, macht der rheinland-pfälzischen Holzindustrie zunehmend zu schaffen. Von der Fichte gebe es derzeit nur noch vom Schädling befallenes Holz auf dem Markt, sagt der Geschäftsführer des Verbandes der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Rheinland-Pfalz, Clemens Lüken, in Neustadt an der Weinstraße. Dies bedeute Einbußen bei der Qualität. Hinzu komme, dass auch aufgrund der großen Menge an sogenanntem Käferholz, die derzeit zum Verkauf steht, die Preise in den Keller gingen.