Pfalz Armut in Rheinland-Pfalz zurückgegangen
Die Armut in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist nach einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zurückgegangen. Gemessen an der guten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland sei sie aber immer noch deutlich zu hoch, stellt der Sozialverband am Donnerstag, 12. Dezember, in Mainz fest. Demnach beträgt die Quote in Rheinland-Pfalz 15,4 Prozent und im Saarland 16 Prozent.
Problemregionen in Westdeutschland
„Trotz eines erfreulichen Rückgangs der bundesweiten Armutsquote auf 15,5 Prozent (2018) zeichnen sich besorgniserregende Entwicklungen und neue Problemregionen insbesondere in Westdeutschland ab“, heißt es in dem Bericht. In 35 von 95 Regionen sei die Armut zwischen 2008 und 2018 gesunken, darunter vor allem in ostdeutsche Regionen. Die Armut ist in gut einem Viertel aller Regionen im gleichen Zeitraum um mehr als 20 Prozent gestiegen.
Geringe Zahlen in Bayern und Baden-Württemberg
Den „wohlhabenden“ Ländern Bayern und Baden-Württemberg mit einer Armutsquote von zusammen 11,8 Prozent, stehen laut Bericht Nordrhein-Westfalen und der Osten mit rund 18 Prozent gegenüber. Die weiteren Regionen Westdeutschlands lägen mit einer Armutsquote von zusammen knapp 16 Prozent dazwischen.
Armut definiert durch Einkommen
Armut wird in Deutschland über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Für die Armutsquote wurden dem Bericht zufolge alle Personen gezählt, deren Einkommen diese Grenze unterschreitet. Basis waren unter anderem bereits veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamts.