KAISERSLAUTERN / LUDWIGSHAFEN RHEINPFALZ Plus Artikel 22 Pfälzer mit Coronavirus infiziert

Das Hetzelstift in Neustadt.
Das Hetzelstift in Neustadt.

In der Pfalz ist bis Donnerstagabend bei 22 Personen das Coronavirus festgestellt worden. Das sind sieben Patienten mehr als am Mittwoch. Es gibt auch gute Nachrichten: Das Neustadter Hetzelstift lässt Besucher in eingeschränktem Umfang wieder ins Haus, am Schulstandort Wachenheim der IGS Deidesheim/Wachenheim kann ab Montag der Unterricht wieder beginnen.

Im Neustadter Hetzelstift gelten ab sofort wieder die Besuchszeiten von 15 bis 19 Uhr. Das Krankenhaus bittet darum, die Anzahl der Besucher auf einen Kontakt pro Patient zu beschränken. Am Mittwoch war das Hetzelstift vorsorglich für Besucher geschlossen worden, weil sich ein Klinikmitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hat. Derzeit befinden sich rund 30 Hetzelstift-Beschäftigte aus dem direkten Umfeld des erkrankten Kollegen für 14 Tage in häuslicher Quarantäne. Die laut Krankenhaus überschaubare Anzahl an Patienten, die mit dem infizierten Mitarbeiter Kontakt hatten, wird jetzt doch vom zuständigen Gesundheitsamt und nicht vom Hetzelstift informiert. Die Notfallversorgung der Klinik läuft seit Donnerstagmittag wieder. Das geplante OP-Programm bleibt für Donnerstag und Freitag reduziert.

Kindergarten geschlossen

17 Kinder aus der Südwestpfalz, die den deutsch-französischen Kindergarten im lothringischen Liederschiedt besuchen, müssen seit Donnerstag für zwei Wochen zu Hause bleiben. Der Grund: Das Robert-Koch-Institut hat die an die Pfalz angrenzende französische Region Grand Est am Mittwoch als Risikogebiet eingestuft.

Schule öffnet wieder

Der Standort Wachenheim der Integrierten Gesamtschule Deidesheim/Wachenheim (IGS), die Grundschule und der Hort in Wachenheim können am Montag, 16. März, ihren Betrieb wieder aufnehmen. Nach aktuellem Stand sind keine weiteren Corona-Fälle im Schulumfeld festgestellt worden. An der IGS am Wachenheimer Standort werden Kinder der fünften und sechsten Klassenstufe unterrichtet. Die Schulen waren seit Montag geschlossen, weil ein Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Kita „Pusteblume“ bleibt bis 18. März geschlossen.

Polizistin infiziert

Nun hat es auch eine Angehörige der Kaiserslauterer Kriminalpolizei erwischt: Es handelt sich um eine jüngere Frau, die sich vermutlich bei einem Urlaub in Österreich infiziert hat. Sie befindet sich laut Polizei in häuslicher Quarantäne, sie zeige die üblichen Grippe-Symptome. Die Kontaktpersonen der Frau seien identifiziert. Sie seien ebenfalls in Quarantäne.

Weitere neue Fälle in der Pfalz

Am Donnerstag meldeten die Landkreise Kusel, Südliche Weinstraße und Rhein-Pfalz-Kreis ihre ersten Corona-Patienten. Die drei Männer waren aus einem Skiurlaub im österreichischen Ischgl beziehungsweise aus Südtirol zurückgekehrt. Damit ist von den acht pfälzischen Landkreisen nur noch im Kreis Südwestpfalz bisher kein Corona-Fall bekannt geworden. Darüber hinaus verzeichnet die Stadt Frankenthal den ersten Corona-Patienten. Auch er hatte sich nach RHEINPFALZ-Informationen auf einer Auslandsreise in einem Risikogebiet befunden. Von den acht kreisfreien Städten der Pfalz wurden aus Zweibrücken, Pirmasens, Landau und Speyer bisher keine Corona-Fälle gemeldet.

Mehr als 15 Schulen geschlossen

Wegen Corona-Infektionen wurden bis Mittwoch 14 Schulen in Rheinland-Pfalz geschlossen. Am Donnerstag kam das Schulzentrum in Worms mit 4500 Schülern dazu. Ein Schüler des zum Zentrum gehörenden Gauß-Gymnasiums hatte sich in den Skiferien infiziert. Die Stadt stellte daraufhin den Schulbetrieb für alle übrigen Wormser Schulen für diese Woche ebenfalls ein, wie der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Thomas Linnertz, mitteilte. Klassenfahrten in Risikogebiete wurden untersagt, für bereits gebuchte Reisen übernimmt das Land nach Angaben des ADD-Präsidenten die Kosten. jüm/ahb/daa/rdz/spk/xla

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