Tschechien Mehr als zwei Jahre Haft für Diebstahl von Schokoriegeln und Berliner Pfannkuchen

Wegen der Corona-Pandemie war in Tschechien zwischen dem 12. März und 17. Mai der Ausnahmezustand verhängt worden, der höhere St
Wegen der Corona-Pandemie war in Tschechien zwischen dem 12. März und 17. Mai der Ausnahmezustand verhängt worden, der höhere Strafen für leichte Delikte vorsieht. Seit Montag sind Attraktionen wie die Prager Burg wieder für den Tourismus geöffnet.

Für einen kleinen Ladendiebstahl während des Corona-Notstands ist ein Mann in Tschechien zu einer hohen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Pilsen (Plzen) schickte den 32-Jährigen für 26 Monate ohne Bewährung ins Gefängnis, wie die Zeitung „Pravo“ am Freitag in ihrer Onlineausgabe berichtete. Grund ist der Ausnahmezustand, den die Regierung in Prag wegen der Coronavirus-Pandemie in der Zeit vom 12. März bis zum 17. Mai verhängt hatte. Damit war eine automatische Erhöhung der Strafsätze selbst für banale Verstöße einhergegangen.

Der Mann war in einem Supermarkt erwischt worden, wie er sich zwei Berliner Pfannkuchen in die Tasche steckte. Drei Tage später versuchte er, in einem anderen Geschäft 15 Schokoladen-Riegel unter seiner Jacke an der Kasse vorbeizuschmuggeln. Er legte ein Geständnis ab. „Ich war hungrig und obdachlos, im Grunde habe ich nur dahinvegetiert“, sagte er dem Bericht zufolge vor Gericht aus. Der Mann war bereits wegen Diebstahls vorbestraft.

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