Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker VTZ-Coach Schumann freut sich über mehr Normalität

„Wir sind ganz sicher der klare Außenseiter“ sagt Trainer Kai Schumann (stehend) vor dem ersten Heimspiel der VTZ Saarpfalz am S
»Wir sind ganz sicher der klare Außenseiter« sagt Trainer Kai Schumann (stehend) vor dem ersten Heimspiel der VTZ Saarpfalz am Sonntag gegen die Oberliga-Top-Favorit SG Saulheim.

Mit ausgeglichenen Bilanzen beschäftigt sich Lehrer Kai Schumann ständig. Der Trainer des Oberligisten VT Zweibrücken-Saarpfalz freut sich aufs erste Heimspiel gegen Meisterschaftsfavorit SG Saulheim. Im direkten Vergleich der beiden Teams ist die Gesamtbilanz noch nicht ausgeglichen.

„Stück für Stück mehr Normalität“, urteilt Kai Schumann, Trainer des Handball-Oberligisten VTZ Saarpfalz, und freut sich über wieder gewonnene Freiheiten in vielen Bereichen. Zu denen gehört, dass seine Mannschaft am Sonntag (17 Uhr, Westpfalzhalle) ein Heimspiel vor Zuschauern bestreiten darf. Der Top-Favorit auf den Meistertitel, die SG Saulheim, gibt seine Visitenkarte ab.

Mehr Normalität im Leben begegnet Schumann inzwischen als Trainer der VTZ – und als Lehrer an der Kaufmännischen Berufsschule in Neunkirchen. Er sieht Spieler wie Schüler wieder persönlich. „Es ist wichtig, dass wir in den Präsenzunterricht zurückgekehrt sind“, findet der Lehrer, der seinen Schülern alles beibringt, „was mit Wirtschaft zu tun hat“ und mit ihnen auch Fragen der Ethik diskutiert. Wenn in der Bilanz die aktive und passive Seite aufgehen, „dann ist das immer eine schöne Sache“, bestätigt der 44-Jährige lachend.

Jugendtrainings-Leitung mit Hilfe von Erstmannschaftsspielern geregelt

Das ist auch im Handball so. Wenn auf der Aktivseite zum Bilanzausgleich ein Gewinn ausgewiesen werden kann, umso schöner. Die Heimbilanz der VTZ gegen Saulheim weist sechs Siege und ein Unentschieden aus. Die Gesamtbilanz sieht Saulheim aber noch mit acht Heimsiegen vorne. Dass es am Sonntag gegen Saulheim eine Riesenaufgabe wird, steht fest. „Wir sind ganz sicher der klare Außenseiter“, unterstreicht Schumann. Der ohnehin gute SG-Kader wurde mit Patrick Weber verstärkt. Der zwei Meter große Linkshänder, der in der Ersten Liga für Balingen und die Eulen Ludwigshafen spielte, kehrte zu seinem Heimatverein zurück. Das kurze Rauschen bei den Saulheimern, als Kai Christmann kurz vor der Saison als Trainer zum Drittligisten TuS Dansenberg wechselte, ist verklungen. Patrick Horlacher hat übernommen.

Trainingsleitung, das war für Schumann und seinen Trainerkollegen Philip Wiese ein Punkt, der mit Blick auf die Rückkehr zu mehr Normalität geregelt werden musste. Denn neben den Aktiven trainieren sie auch VTZ-Nachwuchs. „Aber es ist uns gelungen, das Jugendtraining auf eine breitere Basis zu stellen“, freut sich Schumann, dass unter anderem mit Yannic Klöckner, Moritz Michel und Robin von Lauppert Spieler aus der ersten Mannschaft VTZ-Kinder trainieren. Das entlastet ihn und Wiese und ist wichtig für den Zusammenhalt im Verein. Auch als Papa hat Schumann einiges getan, um die Nachwuchsarbeit der VTZ voranzubringen. Nach den talentierten Söhnen Emil und Julius hat mittlerweile auch Töchterchen Greta den Spaß am Spiel entdeckt. Die Vierjährige spielt bei den Minis.

Neue Anwurfzeit beim Heimspielen: Sonntag, 17 Uhr

Die Zweibrücker spielen sonntags künftig um 17 Uhr statt um 18 Uhr. So hat auch der besagte VTZ-Nachwuchs die Chance, so oft wie möglich die erste Mannschaft in der Oberliga spielen zu sehen, die Jungs, die zum Teil auch ihre Trainer sind, anzufeuern. Und nach dem Spiel können alle einfach noch ein bisschen Zeit miteinander verbringen, weil es noch nicht zu spät ist, verweist Schumann auf das Miteinander im Verein, das so gestärkt wird. Tickets stehen ausreichend zur Verfügung. Wer geimpft, genesen oder getestet ist, kann in der Westpfalzhalle dabei sein.

Auf dem Platz hat das mit dem Miteinander bereits funktioniert. Wie die Mannschaft in Vallendar aufgetreten sei, das gehörte zu den positiven Dingen des Saisonauftakts. „Auf die wollen wir aufbauen“, sagt Schumann. Ballgewinne in der Abwehr wurden in der ersten Welle schon ganz gut verwertet, „in der zweiten Welle haben wir noch Luft nach oben, und diese einfachen Tore brauchen wir“, skizziert er. Nicht zu früh und präzise abschließen, ist ein weiterer Faktor, an dem gearbeitet wird. „Wobei wir in Vallendar auch ein bisschen Pech hatten. Viermal Innenkante Pfosten, viermal sprang der Ball wieder raus“, hofft Schumann, dass sich gegen Saulheim Fortuna als VTZ-Fan erweist. Um dem Ausgleich der Gesamtbilanz näherzukommen. Das würde dem Trainer und Wirtschaftslehrer Schumann gefallen.

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