Zweibrücken
Zweibrücker TSC-Kickern fehlt geballte Offensivkraft
Halbzeitbilanz: Die beiden Zweibrücker Landesligisten haben in dieser Saison gut mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun. Bei der SG VB Zweibrücken/SV Ixheim schönen zwei Derby-Siege die Bilanz, das junge Team des TSC Zweibrücken legte in der Tabelle einen Zickzackkurs hin.
Der Sportclub – in den vergangenen Jahren eine Spitzenmannschaft der Liga – überwintert als Tabellen-12. Die Spielgemeinschaft VB Zweibrücken/SV Ixheim, die den Abstiegskampf mehr gewohnt ist, steht einen Rang besser da. Beide Teams sind punktgleich (21).
Die Spielgemeinschaft VB Zweibrücken/SV Ixheim ist mit deutlich mehr Punkten in die Winterpause gegangen als in den vergangenen Jahren. VB-Vorstandsmitglied Johannes Müller hat im Herbst Spielertrainer Jannick Rinner abgelöst. Müller war eigentlich als Interimslösung gedacht, bleibt jetzt aber bis zum Saisonende in der Verantwortung. „Was einen neuen Trainer angeht, wird’s keinen Schnellschuss geben. Wir brauchen eine zukunftsfähige Lösung“, erklärt er dazu. Gute Trainer beziehungsweise Spielertrainer seien mitten in der Saison ohnehin alle in Amt und Würden.
SG-Leistungsträger lange verletzt
Müller hat während der Hinrunde Höhepunkte und Tiefschläge gesehen. Auf der einen Seite habe die SG gegen starke Teams wie Baumholder (7:4) und Rodenbach (4:0) gewonnen, auf der anderen Seite seien gegen Idar-Oberstein II (2:3) und den VfR Kaiserslautern (1:6) unerwartete Pleiten kassiert worden. Mehrmonatige Verletzungen von Leistungsträgern wie Waldemar Schwab, Pascal Bosche und Peter Raje hätten es der Truppe zusätzlich schwer gemacht, alles in allem habe sie sich aber gut geschlagen. Dass beide Derbys gegen den TSC Zweibrücken gewonnen wurden, steht natürlich weit oben auf Johannes Müllers Positivliste.
TSC-Truppe fehlt geballte Offensivkraft
Dem TSC Zweibrücken hatten Experten schon im Vorfeld eine schwere Saison prophezeit, weil er durch die Abgänge von Dennis Gerlinger, Sayfedine El Khadem und Jan-Patrick Buchheit geballte Offensivkraft verloren hat. Die genannten Herren waren in der vergangenen Saison ja noch für gut zwei Drittel der erzielten 98 TSC-Treffer verantwortlich. Das Weniger an Durchschlagskraft wird im direkten Vergleich deutlich: Nach 18 Spielen der Runde 2018/19 standen 59 Tore in der Zwischenbilanz, diesmal sind es nach 18 Partien 34. Jan Weinmann, der das Amt des Spielertrainers zur neuen Runde von Sanel Nuhic übernommen hatte, legte mit seiner jungen Mannschaft einen Zickzackkurs zwischen Rang 15 und Platz acht hin, der aktuelle zwölfte Platz ist für ihn nicht das Ende der Fahnenstange.
TSC-Coach Weinmann: Entwicklung stimmt
„Aber es wird ein spannender Kampf bis zum Schluss“, geht Weinmann weiter von einer schwierigen Runde aus. Rückblickend auf den Anfang der Saison stellt er fest, dass er sich einen besseren Start erhofft hätte. Allerdings hätten sich Schlüsselspieler verletzt, das habe sich entsprechend bemerkbar gemacht. Die Mannschaft, die mit ihren vielen jungen Spielern im Umbruch sei und für deren Formen man sich am Wattweiler Berg Zeit lassen wolle, habe sich aber stabilisiert. Weinmann betont die gute Entwicklung, die Nico Krebs gemacht hat, der junge Spieler habe mittlerweile den Durchbruch geschafft. Auch Tim Schadrin sei auf einem solchen Weg. Dass in den drei letzten Begegnungen vor der Winterpause nur ein Punkt geholt wurde, führt der Coach auf die „brutale Ausgeglichenheit“ der diesjährigen Landesliga zurück, am Wattweiler Berg habe man noch jede Menge Arbeit. Die Truppe ziehe gut mit, Jan Weinmann ist zuversichtlich, was ihre Zukunft angeht.
So geht’s weiter
Für die SG VB Zweibrücken/SV Ixheim geht es am Samstag, 29. Februar, um 17 Uhr mit einem Heimspiel gegen Reichenbach weiter. Am Sonntag, 1. März (15.15 Uhr), greift der TSC – ebenfalls vor heimischer Kulisse – wieder ins Geschehen ein, der Gegner heißt SV Hermersberg.