Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker Torwart Dörr so schnell wie nie zum Auswärtsspiel

Läuft erstmals in seiner Karriere im gegnerischen Trikot in der Saarlouiser Stadtgartenhalle auf: SV-Torwart Alexander Dörr (hie
Läuft erstmals in seiner Karriere im gegnerischen Trikot in der Saarlouiser Stadtgartenhalle auf: SV-Torwart Alexander Dörr (hier im Spiel der letzten Saison gegen Leon David vom TV Kirchzell).

„Wenn alle Ampeln grün sind, drei Minuten. Bei der üblichen Ampelschaltung fünf Minuten“, beschreibt Alexander Dörr, Torwart des Handball-Drittligisten SV 64 Zweibrücken, wie lange es am Samstag dauern wird, um von zu Hause zum Spielort zu kommen. Der 29-Jährige wohnt nämlich in Saarlouis, nur besagte fünf Minuten von der Stadtgartenhalle entfernt.

Dort wird das Derby zwischen der HG Saarlouis und dem SV 64 Zweibrücken ausgetragen (Anwurf: 19.30 Uhr). „Für mich ist das ein Heimspiel“, bekennt Dörr. In Saarlouis begann er mit dem Handball, stand dort in der D-Jugend zum ersten Mal zwischen den Pfosten und hat die Torhüterposition nie mehr aufgegeben. „Ich würde gerne noch sehr lange spielen“, sagt der Mann, der jetzt ins beste Torwartalter kommt. Sein Vorbild Henning Fritz, der vergangene Runde noch mal reaktiviert wurde, „zeigt ja, wie manch anderer auch, dass man lange spielen kann“, sagt Dörr, der dafür auch viel im Kraftraum arbeitet.

In Saarlouis durchlief er alle Jugendmannschaften, wechselte dann nach Völklingen, kam zurück zur HGS, spielte dort in der zweiten Mannschaft, ehe es ihn über Illtal nach Zweibrücken zog. Zunächst zur VTZ Saarpfalz, dann zum SV 64, für den er nun im zweiten Jahr aktiv ist. Zum ersten Mal, seit er Handball spielt, bestreitet er in der Saarlouiser Halle ein Liga-Pflichtspiel im Trikot des gegnerischen Vereins. Die HGS spielte lange Zweite Bundesliga, „da hat sich das vorher nicht ergeben“, erzählt der 1,88 Meter große Keeper.

Vorfreude auf gute Stimmung der 2G-Fans

Auf die bekannt gute Stimmung in Saarlouis freut er sich. In der Stadtgartenhalle haben am Samstag nur Geimpfte und Genesene Zutritt. „Da wird trotzdem was los sein“, weiß Dörr um den Enthusiasmus der beiden Fanlager. Im Mai standen sich die beiden Vereine erstmals seit der SV-Gründung in einem Pflichtspiel gegenüber. Zweibrücken gewann, „von daher wird Saarlouis noch motivierter sein“, sagt der Maschinenbautechniker, der in Lebach bei der Mucaj-Gruppe arbeitet. „Das sind die Spiele, da sind ohnehin alle heiß drauf.“

Die Vorzeichen für Dörrs Rückkehr sind klar: Saarlouis ist Favorit. „Die haben neben den Rhein-Neckar Löwen II sicher den besten Kader, haben sich im Vergleich zum Mai noch mal richtig verstärkt“, sagt SV-Trainer Stefan Bullacher. „Im Tor sind sie mit Patrick Schulz und Darius Jonzcyk herausragend gut besetzt“, zollt Dörr seinen Gegenübern großen Respekt. Mit Linksaußen Tommy Wirtz, ist er sich mit Bullacher einig, „haben sie sich unter anderem exzellent verstärkt“. Der Luxemburger in HGS-Diensten führt mit 75 Treffern die Torjägerliste der Staffel an. Ihm folgt SV-Kreisläufer Kevin Knieps mit 65 Treffern.

Ausfall von SV 64-Rückraumspieler Bayer droht

Vom Glück sind die Zweibrücker in dieser Runde nicht verfolgt: Verletzungspech, krankheitsbedingte Ausfälle. „Aber wir haben das immer als Team gemeistert, das zeichnet uns ganz sicher aus“, sagt Dörr, der sich in Zweibrücken rundum wohl fühlt. Am Samstag droht erneut ein Ausfall: Niklas Bayer. Der Mann im rechten Rückraum hat sich eine schwere Erkältung eingehandelt. Bullacher: „Es bleibt abzuwarten, ob es für ihn reicht.“

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