Handball
Zweibrücker SV-Frauen verlieren bei erfahrenen HF Köllertal
Das Duell „Erfahren gegen noch nicht clever genug für die Oberliga“ entschied Köllertal für sich. 28:20 (14:11) gewannen die Handballfreundinnen. Auch verdient, daran gab es für SV-Trainer Rüdiger Lydorf nichts zu deuteln. Den Zweibrückerinnen gelang es nicht – anders als im Hinspiel –, Yulia Kucerova aus dem Spiel zu nehmen. Sie ist mit 145 Saisontoren die erfolgreichste Köllertaler Torschützin, obwohl sie nicht alle Spiele bestritt, aber immer dann, wenn es für Köllertal wichtig war, im Einsatz war.
„Man hat gemerkt, dass es für Köllertal noch um was geht“, sagte Lydorf angesichts deren gut gefüllter Bank. Sogar eine der besten aus früheren Zeiten, Marion Müller, hatte das Team reaktiviert und Fabienne Hoffmann, die mittlerweile Walz heißt, und mit dem Kreisläufer aus Saarlouis ins Saarland zurückgekehrt ist, kurzfristig wieder verpflichtet. „Die Erfahrung all dieser Spielerinnen hat sehr viel ausgemacht. Entscheidend war aber, dass sie mit Kucerova die Unterschiedsspielerin hatten“, resümierte Lydorf. Vor allem bei den Anspielen bewies die Slowenin ihr gutes Auge. Davon profitierten unter anderem die Köllertaler Außenspielerinnen Amira Zvekic (fünf Tore) und Hanna Spallek (8).
Unterschiedsspielerin Kucerova
25 Minuten lang habe seine Mannschaft ordentlich verteidigt, so Lydorf, aber die Seite, über die Spallek kam, bekamen weder Abwehr noch die SV-Torhüterinnen in den Griff. Bis zum 8:8 durch Lucy Hilz sah es so aus, als könnten die bereits als Absteiger feststehenden Zweibrückerinnen Kurs auf einen möglichen dritten Saisonsieg halten. Aber Spallek und Zvekic brachten Köllertal mit 10:8 (24.) in Führung. Diesen Rückstand konnten die Gäste nie mehr egalisieren.
Aufgeben war aber einmal mehr keine Option. „Eine Yulia Kucerova in unseren Reihen, dann geht das Spiel umgekehrt aus“, machte Lydorf deutlich, dass die Erfahrung der 32-Jährigen den Ausschlag gab. Mitte der zweiten Halbzeit – mal per Siebenmeter, mal aus dem Rückraum - brachte die HF-Torjägerin ihr Team mit 23:15 in Führung. Weiter ließen die Zweibrückerinnen den Rückstand nicht mehr anwachsen. „Verkürzen konnten wir ihn aber auch nicht mehr. Dafür fehlten einfach Erfahrung und Cleverness“, resümierte Lydorf.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zahm, Grünewald - Baus (7/2), Hoffmann (1), Jänicke (3) - Jag (2), Luga - Müller (2) – Knoll (2/1), Hilz (3), Bullacher.