Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker Oberligisten mit Galgenhumor schon in die Winterpause?

In den RPS-Oberligen fliegt bis Ende November erst mal kein Ball ins Tornetz: weder bei der VTZ Saarpfalz noch bei den SV 64-Fra
In den RPS-Oberligen fliegt bis Ende November erst mal kein Ball ins Tornetz: weder bei der VTZ Saarpfalz noch bei den SV 64-Frauen.

Die Handbälle bleiben ab Montag erst mal im Ballnetz – zumindest sicher ab der RPS-Oberliga abwärts bis in den Jugendbereich. Das Amateursport-Verbot, das der Bund in Absprache mit den Ländern ab Montag bis Ende November verhängt hat, trifft auch die beiden Zweibrücker RPS-Oberligisten: die Herren der VTZ Saarpfalz und die Damen des SV 64 Zweibrücken.

Das Verbot greift erst ab Montag. Dass an diesem Wochenende nicht mehr um Ligapunkte gekämpft wird, hatte zuvor schon die Spielkommission der RPS-Oberliga entschieden. „Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen“, sagt SV-Trainer Rüdiger Lydorf mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen. Wenn die Zahlen der Infizierten so hoch seien, „kann man es nicht durchziehen“, hat er auf der gesundheitlichen und gesamtgesellschaftlichen Ebene Verständnis. „Bitter ist es trotzdem“, bekennt er, dass die SV 64-Frauen am Sonntag zu Hause gerne gegen Mundenheim gespielt hätten. Immerhin: Die Zweibrückerinnen durften schon zweimal um Punkte kämpfen.

Von Beginn an fast mit der Zwangspause gerechnet

Noch schwieriger ist die Lage für die Herren der VTZ Saarpfalz, die bislang noch gar nicht spielen konnten. Auch VTZ-Trainer Philip Wiese weist auf die gesundheitliche Lage hin und sagt zur Saisonunterbrechung: „Natürlich musste man von Beginn an damit rechnen.“ Andererseits verdeutlicht auch er: „Wir würden einfach gerne mal wieder Handball spielen. Auch weil es Spaß macht, sich mit anderen im Wettkampf zu messen.“

Die VTZ-Auftaktpartie gegen Homburg fiel Anfang Oktober wegen eines Stromausfalls in Zweibrücken aus. „Das war wirklich bitter. Wir hatten die Anspannung hoch gefahren, hatten eine intensive Vorbereitung hinter uns, haben uns auf das Spiel gefreut“, schildert Wiese. Danach sei man erst mal in ein kleines Loch gefallen, weil der Spielplan so gestaltet war, dass die VTZ ohnehin erst am heutigen Freitag gegen Völklingen wieder gefordert gewesen wäre.

VTZ: Geplant Trainingspause wird länger als gedacht

Die richtige Trainingssteuerung war zuletzt für Wiese, seinen Trainerkollegen Kai Schumann und auch für Lydorf eine wichtige Aufgabe. Die VTZ hatte nächste Woche sogar eine kleine einwöchige Handballpause geplant. „Wir haben jetzt vier Monate durchtrainiert“, erklärt Wiese. Die Pause verlängert sich wegen der jüngsten Corona-Verordnung nun unfreiwillig mindestens bis Ende November.

Dass dieses Szenario eintritt, hatten Wiese und Lydorf für möglich gehalten. Beide hatten gehofft, dass es nicht so kommt. Lydorf hätte im Fall einer Wettkampfunterbrechung gerne zwei Trainingseinheiten pro Woche angeboten. Auch weil er gemerkt hat, dass es für viele seiner Spielerinnen wichtig ist, zu trainieren. „Weil es einfach ein Stück gefühlte Normalität ist“, findet er. Eine Erfahrung, die Wiese bei der VTZ bestätigen kann: „Die Jungs haben Spaß im Training.“

Unding: mit Masken spielen

Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Jahr überhaupt nicht mehr um Punkte gespielt wird, ist mit dem Trainingsverbot bis Ende des Monats gestiegen. „Dann gehen wir immerhin als Tabellenführer in die Winterpause“, sagt Lydorf mit Galgenhumor. „Wir würden, wenn es möglich wäre, doch gerne noch mal spielen“, sagt Wiese. Er weiß: Trainingsverbot birgt eine erhöhte Verletzungsgefahr im Wettkampfmodus. Einig sind sich beide, dass der in Spanien gemachte Versuch, mit Masken zu spielen, keine Option ist: „Geht gar nicht, ist sicher nicht gesund.“

Abwarten, wie es weitergeht, heißt es auch in den saarländischen Spielklassen unterhalb der RPS-Oberliga. Die RPS-Jugendligen sollen am 10. Januar starten. Zu den übrigen Jugendligen hat der Handball-Verband Saar eine Entscheidung angekündigt.

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