Handball
Zweibrücker Oberligisten fehlen plötzlich Spieler
Die 2G-Regel ist quasi ein Lockdown für ungeimpfte Hallensportler: Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf weder mit der Mannschaft trainieren noch spielen. Das trifft auch die Zweibrücker Handball-Oberligisten, die Herren der VT Zweibrücken-Saarpfalz und die Frauen des SV 64 Zweibrücken.
Nicht betroffen sind die
VTZ: Jeder fehlende Spieler tut weh
Bei den
Wiese und Schumann sind mit der Situation alles andere als glücklich, „aber es lässt sich nicht ändern“, sagt Wiese. Die Mannschaft hatte nach dem ersten Saisonsieg gerade Selbstvertrauen getankt, „jetzt müssen wir uns wieder neu aufstellen“. Man schaue derzeit, wie sich die vakanten Positionen besetzen lassen, „aber das wird nicht einfach“, weiß Wiese. Wettbewerbsverzerrung? „Natürlich, die wird es geben“, prognostiziert er. Die VTZ habe einen kleinen Kader. „Da tut jeder Spieler weh, der nicht spielen kann“, bekennt er. In der Oberliga seien besondere Konstellationen denkbar. Wenn zum Beispiel im Saarland die Hospitalisierungsinzidenz sinke, die 2G-Regel dort aufgehoben werde, in Rheinland-Pfalz aber weiter gelte, „hätten wir aktuell Spieler, die im Saarland spielen dürften, hier aber nicht. Und es gäbe vermutlich saarländische Spieler, die im Saarland, aber nicht bei uns spielen dürften“, skizziert Wiese. Angesichts der Gesamtlage, „bin ich gespannt, ob wie vorgesehen durchgespielt werden kann“.
Drei SV-Damen trainieren separat
Wie Wiese geht es Rüdiger Lydorf, Trainer der
Jugend darf normal trainieren
Für die
SV-Drittliga-Team fährt mit Torwart Sema nach Heilbronn
Dass die TSB Heilbronn-Horkheim und den SV 64 Zweibrücken zum Rückrundenstart gerade mal zwei Pluspunkte trennen, „das hätte nach dem Hinspiel zum Saisonauftakt auch keiner erwartet“, sagt Stefan Bullacher, Trainer des Zweibrücker Handball-Drittligisten, vor der Partie in Heilbronn am Samstag (Anwurf: 20 Uhr). Heilbronn-Horkheim „hat gegen uns den bisher schönsten Handball aller Teams in dieser Staffel gespielt“, ist Bullacher von deren Spielweise begeistert, die der frühere Bundesliga-Spieler Michael Schweikardt als TSB-Coach eingeführt hat.
Mit 10:2 Punkten waren die Heilbronner gestartet, mit 10:12 Punkten rangieren sie aktuell auf Rang sechs – zwei Pluspunkte weniger hat der SV 64 als Tabellenneunter. „Der Saisonauftakt gegen Heilbronn war kein gutes Spiel von uns. Mit dem 32:37 waren wir sogar noch gut bedient“, resümiert der SV-Trainer. Die Abwehr war nicht sattelfest gewesen, auch das torhungrige Duo der Zweibrücker mit Kevin Knieps (66 Tore) und Philipp Kockler (54 Treffer) hatte bei der Saison-Premiere noch nicht gezündet.
Niklas Bayer hat seinen grippalen Infekt auskuriert und kann wieder spielen. Der SV 64 Zweibrücken hat zudem eine Personalentscheidung getroffen: Alexander Sema, bisher Torwart des ungeschlagenen Saarlandliga-Spitzenreiters SV 64 II, der schon einige Male in der Ersten aushalf, wird bis zum Saisonende im Drittliga-Team spielen und Gespannpartner von Alexander Dörr.