Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker Oberliga-Trainer schauen skeptisch auf geplanten Saisonstart im September

Die entscheidende Frage, die die Zweibrücker Oberliga-Trainer umtreibt, ist die, wann wieder in der Halle trainiert werden darf.
Die entscheidende Frage, die die Zweibrücker Oberliga-Trainer umtreibt, ist die, wann wieder in der Halle trainiert werden darf. Davon hängt alles andere ab; auch der Start der neuen Saison 2021/22 im September.

Oberliga-Spiele in Zweibrücken? Könnte es ab dem Wochenende 5./6. September wieder geben. Die für die RPS-Oberliga zuständigen Landesverbände haben den Kalender für die Saison 2021/22 erstellt. Was halten die Trainer der Zweibrücker Oberliga-Teams davon?

Vorgesehen ist, sowohl bei den Herren (mit der VT Zweibrücken-Saarpfalz) als auch bei den Frauen (mit dem SV 64 Zweibrücken, falls dieser nicht aufsteigt) an diesem ersten Septemberwochenende zu starten und dann eine normale Runde mit 16 bis 18 Mannschaften zu spielen.

Es wäre schön, wenn der Start unter diesen Voraussetzungen möglich ist, da sind sich die Trainer der beiden aktuellen Zweibrücker Oberliga-Teams, Kai Schumann (VTZ Saarpfalz) und Rüdiger Lydorf (SV 64 Zweibrücken), einig. Ob es so kommt? „Abwarten“, schwingt bei beiden angesichts der Ereignisse der zurückliegenden 14 Monate Skepsis mit. Die entscheidende Frage sei: „Wann können wir wieder in der Halle mit dem Training beginnen?“, stellen beide übereinstimmend fest. Und dafür gebe es aktuell kein absehbares Datum.

Geplantes Lauftraining schon wieder abgesagt

„Wir haben gerade wieder gesehen, wie schnell sich etwas ändern kann“, sagt Kai Schuhmann, der die VTZ-Handballer zusammen mit Philip Wiese trainiert und dessen Team im März 2020 sein letztes Pflichtspiel bestritt. Angesichts der über einen längeren Zeitraum niedrigen Inzidenz in Zweibrücken „hatten wir geplant, mit gemeinsamen Lauftraining zu beginnen. Einfach, um uns mal wiederzusehen, um wieder dieses Teamgefühl zu bekommen“, erläutert er. Die Information ging an die Mannschaft, die Vorfreude war da. Dann hieß es Kommando zurück: Auch in Zweibrücken stieg die Inzidenz bekanntlich wieder. Laufen mit mehreren Teilnehmern unter Einhaltung von Abstandsregelungen war wieder hinfällig.

Laufen dürfen die Zweibrücker Jungs trotzdem. Alleine. Zumindest virtuell bekommen sie aber ein Mannschaftsgefühl vermittelt. „Wir haben eine neue Trainings-App, die wir jetzt nutzen werden“, erzählt Schumann. Die erfasse die Daten des individuellen Trainings, bringe diese zusammen, so dass eine Vergleichsmöglichkeit gegeben ist. Ein bisschen Wettkampfgedanke kann also Einzug halten. „Auch bei Krafteinheiten zum Beispiel“, sagt Schumann.

Er hatte zuletzt angesichts der Entwicklung des Infektionsgeschehens erwartet, „dass die neue Saison zwei, drei Wochen später startet“. „Das wäre Zeit, die wir vielleicht auch beim Impfen gut brauchen können“, findet er. Was den Trainingsstart betrifft, „müssen wir einfach schauen, wann wir beginnen dürfen. Danach richten wir das aus. Klar ist, dass wir auf keinen Fall wie im vergangenen Jahr eine viermonatige Vorbereitung machen“, unterstreicht er.

SV 64 verzichtet im Fall des Falles aufs Losglück

Dass er mit den Frauen des SV 64 Zweibrücken in der kommenden Runde in der Oberliga spielt, „davon gehe ich momentan aus“, sagt SV-Trainer Rüdiger Lydorf. Die Mannschaft ist zwar gemeldet für die Aufstiegsrunde zur Dritten Liga, soll am 11. Juni das Aufstiegshalbfinale gegen die TSG Friesenheim spielen. Vorausgesetzt, die Mannschaft kann am 17. Mai mit dem Training beginnen. „Ganz ehrlich: Dass das funktioniert, daran glaubt aktuell niemand“, sagt Lydorf. Kann die Aufstiegsrunde nicht gespielt werden, wird der Aufsteiger unter den vier teilnehmenden Teams ausgelost. „An diesem Losverfahren werden wir nicht teilnehmen. Das hat die Mannschaft beschlossen“, sagt Lydorf, dessen Team im Prinzip wie die VTZ-Mannschaft geplant hatte, im Freien mit ersten Trainingsschritten zu beginnen, von der steigenden Inzidenz aber wieder ausgebremst wurde.

Sollte ein Saisonstart Anfang September möglich sein, „würden wir uns sicher alle freuen“, sagt Lydorf. Die für die RPS-Oberligen zuständigen vier Landesverbände Saarland, Pfalz, Rheinhessen und Rheinland haben aber selbst schon mal vorgebaut: Wenn es im September nicht funktioniert, ist als weiterer Re-Start-Termin der Januar 2022 vorgesehen.

Kai Schumann
Kai Schumann
Rüdiger Lydorf
Rüdiger Lydorf
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