Basketball
Zweibrücker Oberliga-Herren schlagen Trier mit 66:52 durch tolle Abwehrarbeit
Basketball-Oberligist VT Zweibrücken hat am Sonntagnachmittag unter dem neuen Coach Soeren Adomeit mit 66:52 (22:9, 41:27, 48:38) den nächsten Heimsieg eingefahren – und damit gegen den MJC Trier eine eindrucksvolle Revanche für die knappe Hinspiel-Niederlage genommen.
Unter den rund 100 Zuschauern inklusive vieler VTZ-Nachwuchsspieler, die sich als lautstarke Trommler betätigten, konnte es nach der Schlusssirene in der Ignaz-Roth-Halle keine zwei Meinungen darüber geben, was der ausschlaggebende Punkt für den Erfolg war: ganz klar die starke Abwehr der Zweibrücker. Coach Adomeit war damit sehr zufrieden, „obwohl ich selbst ja ein Defensiv-Muffel bin“, wie er hinterher lachend gestand.
Trierer haben keinen Plan gegen die VTZ-Abwehr
Sage und schreibe 30 Defensiv-Rebounds hatte sich das VTZ-Team im ganzen Spiel unter dem eigenen Korb geschnappt, im ersten Viertel allein schon zehn. „Ausboxen“ müssen die Basketballer dafür ihre Angreifer. „Ja, die Defensive hat heute das Ding gerockt“, bestätigte auch VTZ-Kapitän Johann Klein, „wir haben gut Gas gegeben hinten, das hat gut geklappt.“ Damit meinte der 27-Jährige, der als Zerspanungsmechaniker in Kleinsteinhausen arbeitet, auch die neue 2-2-1-Zonenverteidigung, die Trainer Adomeit mit der Mannschaft erarbeitet hat. „Die Trierer hatten nicht so den Plan, wie sie dagegen spielen sollten“, fand Klein. Auch weil die VTZ-Defensive flink und sehr beweglich auf den Beinen war.
Die Zweibrücker, die in der Hinrunde Mitte September ihr Oberliga-Debüt bei den Trierern hauchdünn mit 78:80 verloren hatten, ließen die Gäste X kaum zur Entfaltung kommen. Auch der zweitbeste Punktesammler der Gäste, Antony Gibson, konnte kaum Akzente setzen. Und hätten die VTZ-Korbjäger, auch ohne Neuzugang Austin Parker, im Angriff alle sich bietenden Wurfchancen genutzt, hätten sie zur Pause schon locker 60 Punkte auf der Anzeigetafel haben können. Auch 80, 90 Zähler insgesamt waren am Sonntag locker im Bereich des Möglichen. Immerhin: Mit dem erfolgreichen Fastbreak des starken Tim Burkholder (18 Punkte) in letzter Sekunde lag die VTZ nach dem dem ersten Viertel mit 22:9 in Führung.
Im Schlussviertel dreht die VTZ noch mal auf
Also hinten hui, vorne pfui? Na ja, nicht ganz, obwohl Soeren Adomeit dazu lapidar meinte: „Unser Angriff war beschissen.“ Es stimmte deshalb nicht ganz, weil sich die VTZ-Herren immer wieder gute Wurfgelegenheiten erspielten, aber halt viele davon ausließen. Besonders deutlich war das nach der Pause, im dritten zehnminütigen Viertel, als ihnen bis zum 48:38 gerade mal magere sieben Pünktchen gelangen. „Im dritten Viertel haben wir uns so durchgehangelt“, gab Johann Klein zu.
Aber es musste ja gar nicht viel mehr vom VTZ-Angriff kommen, weil da auch die Gäste eine kleine Auszeit genommen hatten, sie erzielten ebenfalls nur elf Punkte. Zum Glück traf in dieser Phase Luca Höchst, für den es in der ersten Halbzeit überhaupt nicht gelaufen war. Seine beiden Treffer zum 44:32 und 46:32, nachdem er kurz zuvor sogar noch am Ring vorbeigezielt hatte, waren ganz wichtig, damit die Trierer nicht Morgenluft schnupperten.
Im Schlussviertel drehte die VTZ im Angriff dann noch mal auf. Leon Gilles’ Tip-In zum 52:40, der klasse Zug von Dennis Rendgen zum Korb zum 56:46, als er gleich mehrere Gästespieler umkurvte und der super Pass von Johann Klein auf Burkholder, der im Express-Tempo zum Korb zog (62:51) brachten die Zweibrücker endgültig auf die Siegerstraße. „Es war ein harter Kampf“, sagte Coach Adomeit dennoch in seinem Fazit.
So spielten sie
VT Zweibrücken: Höchst (4), Bozdemir (3), Klein (9), Burkholder (18), Meenken (13) – Rendgen (6), Simon (7), Gilles (4), Midani (2), Kortmann, Foster.