Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker Oberliga-Damen wollen Hinspiel-Scharte auswetzen

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Es gibt Spiele, an die denken Mannschaften nicht gerne zurück. Das Hinspiel beim Tabellenvorletzten HSG TVA/ATSV Saarbrücken gehört für die Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken in diese Kategorie. Schlechte Spiele haben aber auch was Gutes: Der Wille, sich im Rückspiel zu rehabilitieren, ist groß.

Dazu haben die Zweibrückerinnen am Sonntag (16 Uhr, Ignaz-Roth-Halle) Gelegenheit. 28 freie Chancen, darunter sechs Siebenmeter, ließ das Team Mitte Dezember in Saarbrücken aus. „Weiß ich noch genau“, sagt SV-Trainer Rüdiger Lydorf. Deshalb stand am Ende eine 22:28-Niederlage, mal wieder bei einem Aufsteiger zu Buche, in dessen Halle nicht mit Harz gespielt werden darf. „Diese Negativserie haben wir leider noch nicht durchbrochen“, bedauert er.

Für kommende Runde habe zunächst Hoffnung bestanden. Der Spielausschuss der RPS hat beschlossen, dass in der Oberliga wie in der Dritten Liga und allen Ligen darüber nicht mehr ohne Harz gespielt werden darf. „Leider haben sie das noch mal um eine Saison verschoben“, berichtet Lydorf. Für den SV 64 eröffnet sich so die Chance, diese Scharte kommende Saison bei harzfrei spielenden Aufsteigern doch noch auszuwetzen. „Dazu müssen wir zunächst den Klassenverbleib sichern“, sagt der SV-Trainer. Das sehe zwar gut aus, aber da die Tabelle nach zahlreichen Corona-Verlegungen noch nicht begradigt ist, „werden wir alles daransetzen, um auch rechnerisch so schnell wie möglich alles klarzumachen“, ergänzt er.

Harzen bleibt ein leidiges Thema in der Oberliga

Bei den Frauen wie bei den Herren ist die Frage, wie viel Absteiger es aus Liga drei gibt. Zudem will dem Vernehmen nach kein Frauen-Oberligist in die Dritte Liga aufsteigen. „Beziehungsweise kann nicht, weil in Kandel nicht geharzt werden darf, was aber Voraussetzung in der Dritten Liga ist“, verweist der SV-Coach noch mal auf das Thema, das im höherklassigen Handball seit Jahren ein Dauer-Aufreger ist.

Am Sonntag in Zweibrücken wird mit Harz gespielt. „Wir müssen es schaffen, an unsere guten Leistungen aus den vergangenen Heimspielen anzuknüpfen, dann gewinnen wir auch gegen Saarbrücken“, prophezeit Lydorf, der gespannt ist, wer rechtzeitig vom Krankenlager zurück ist. Am vergangenen Wochenende mussten einige Spielerinnen passen. Janine Baus, im Hinspiel gegen Saarbrücken erfolgreichste Werferin mit zehn Toren, musste deshalb sogar zwei Spiele mit gebrochener Nase bestreiten. „Das hat aber gut funktioniert“, sagt Lydorf.

Lydorf rechnet mit Rückkehr von Abwehrstabilisator Hilz

Er rechnet mit der Rückkehr von Lucy Hilz, was die Abwehr stabilisieren würde. Das wäre wichtig, denn bei Saarbrücken ist seit einigen Spielen wieder Torjägerin Emma Lesch dabei und trifft serienweise. „Sie müssen wir ganz sicher in den Griff kriegen“, weiß Lydorf und kommt noch mal, wenn auch ungern, aufs Hinspiel zu sprechen. „Wir hatten damals auch schwach verteidigt“, erinnert er sich.

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