Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker „Hornets“ siegen mit diszipliniertem Rumpfkader in Pforzheim

In Pforzheim saßen die „Hornets“ so gut wie gar nicht auf der Strafbank.
In Pforzheim saßen die »Hornets« so gut wie gar nicht auf der Strafbank.

Der EHC Zweibrücken hat in der Regionalliga Südwest im dritten Spiel den zweiten Sieg eingefahren. Und das beim 4:1 (0:1, 0:2, 1:1)-Sieg in Pforzheim in Notbesetzung, wie „Hornets“-Trainer Ralf Wolf hinterher erklärte.

Denn außer den beiden noch spieldauergesperrten Tim Essig und Felix Stokowski (Wolf: „Der darf im nächsten Spiel wieder auflaufen“) fehlten ihm etliche weitere Spieler, entweder berufsbedingt oder krank. Einen großen Bus brauchte es daher nicht, Wolf hatte gerade mal elf Feldspieler dabei. Im Tor stand Viktor Lust. „Die Marschroute war vorher klar festgelegt: Wir hatten besprochen, dass wir keine unnötigen Wege gehen und von der Strafbank wegbleiben wollen“, erklärte Wolf, was er seinen Spielern mit auf den Weg gegeben hatte.

Das setzte seine Mannschaft bei den Pforzheimer „Bisons“ gut um. Die „Hornets“ attackierten die Gastgeber nicht mit vielen Leuten beim Forechecking in deren eigener Zone, sondern warteten geduldig in der neutralen Zone. Sie zeigten auf dem Pforzheimer Eis einen disziplinierten Auftritt und spielten sehr konzentriert. „Ganz ohne Zeitstrafen geht es im Eishockey nicht, die Jungs stecken ja auch immer ganz schön was weg“, war Wolf aber zufrieden damit, wie selten seine Spieler auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Auch vor dem Saisonstart sei noch mal angesprochen worden, wie wichtig das für die Siegchancen sei.

Klare Marschroute gut umgesetzt

Die „Hornissen“ selbst waren schon in der Anfangsphase nur durch Fouls zu stoppen – und nutzten das eiskalt aus. „Drei unserer vier Tore haben wir in Überzahl erzielt“, verdeutlichte Wolf. Den Torreigen eröffnete Marco Trenholm in der zwölften Minute. Der EHC-Rückkehrer traf kurz vor Schluss noch mit einem „Empty Net Goal“ ins leere Tor, als die Pforzheimer beim 1:3 alles riskierten und den Torwart vom Eis nahmen. Bei den weiteren EHC-Treffern hatten Michael Morrissey (30.) und Lukas Braun (46.) den Puck im Tor der „Bisons“ versenkt.

„Wir haben verdient gewonnen“, sagte der EHC-Coach abschließend, „aber wir freuen uns jetzt gar nicht lange. Der Fokus liegt schon auf dem nächsten Auswärtsspiel am kommenden Freitag in Stuttgart.“ Die nächsten „Hornets“-Heimspiele steigen am 30. Oktober (gegen Heilbronn) und am 1. November (gegen Bietigheim).

So spielten sie

EHC Zweibrücken: Lust - Brüstle, Weis; Hellmann, Plume; Ehrhardt - Engel, Trenholm, Braun; Reiss, Morrissey, Bauscher

Tore: 0:1 Trenholm (12.), 0:2 Morrissey (30.), 0:3 Braun (39.), 1:3 Richter (46.), 1:4 Trenholm (58.) - Strafzeiten: 14 min für Pforzheim - 8 min für Zweibrücken - Zuschauer: 115 - Schiedsrichter: Volter (Stuttgart).

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