Zweibrücken Zweibrücker 1.-Mai-Empfang: Es geht um ein solidarisches Europa
Am Vortag des Tags der Arbeit, 1. Mai., folgten am Dienstag gut 50 Betriebs- und Personalräte, Gewerkschafter und Kommunalpolitiker, der Einladung von Stadt und Gewerkschaftsbund DGB zu einem Zweibrücker Empfang. Im Konferenzzentrum der Triwo am Flughafen sprachen Oberbürgermeister Marold Wosnitza, DGB-Regionalgeschäftsführer Marcel Divivier-Schulz, die stellvertretende Verdi-Geschäftsführerin Pfalz, Sabine Schunck, und der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Homburg, Peter Vollmar, aktuelle Themen der Mitbestimmung von Arbeitnehmern und die Notwendigkeit eines solidarischen Auftretens an. Für die bevorstehenden Europawahlen gelte es alle demokratischen Kräfte zu bündeln. Populisten dürften nicht in die Lage versetzt werden, über ihre Präsenz im EU-Parlament Arbeitnehmerrechte zu schleifen. Es gehe um ein neues Wohlstandsversprechen für Europa, sagte Verdi-Gewerkschafterin Schunck in der zentralen Rede, und das heiße auch, Menschen den Märkten vorzuziehen. Die Digitalisierung der Arbeitswelt, auch der Verlust von massenhaft Arbeitsplätzen durch Altersabgänge, verändere das soziale Gefüge der Arbeits- und Wirtschaftsnation, sagten die Redner. Deshalb sei es 100 Jahre nach der ersten Anerkennung des 1. Mai als staatlicher Feiertag in der Weimarer Republik heute so aktuell wie gestern, sich des Sinns des Tags der Arbeit zu vergewissern.