Zweibrücken Zwei Tage Fahrsport vom Feinsten

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ZWEIBRÜCKEN. Von A bis Z - von Aachen bis Zweibrücken – gibt es in diesen Tagen aufregenden Pferdesport zu sehen. Während in Aachen die Europameisterschaften ausgetragen werden, werden am Samstag und Sonntag beim Fahrturnier des Vereins Pferde-Fahrsport Westpfalz an und auf der Rennwiese die Rheinland-Pfalz-Meister und die pfälzischen Verbandsmeister der Einspänner ermittelt.

Der Eintritt für Besucher der spektakulären, weil auch fürs Auge etwas bietenden Disziplin, ist frei, und für Verpflegung vor Ort ist ebenfalls gesorgt. Eltern mit Kindern können die Veranstaltung besuchen, sollten aber nach Möglichkeit die Tribüne benutzen. Hunde sind erlaubt, müssen aber auf dem gesamten Turniergelände an der Leine geführt werden. Unter der Turnierleitung von Heinrich Mohrbach, August Mayer und Arne Oliver Eis vom Pferde-Fahrsport Westpfalz treten einspännige und zweispännige Vierrad-Fuhrwerke mit Pferden oder Ponys in verschiedenen Prüfungen und Wertungen an. Fünf Richter werden die einzelnen Leistungen bewerten. Über 70 Teilnehmer aus ganz Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland füllen die Nennlisten. Der gastgebende Fahrverein ist mit mehr als zehn Kutschen vertreten, vom Bock pilotiert von Elke Mohr, Stephanie Reinhard, Margot Nittler, Michael Mayer, Martin Reinhard und August Mayer. Die Landesmeisterinnen von 2014 treten zur Titelverteidigung an. Beim Vorjahreschampionat holte sich die Pfälzerin Simone Haag vom RFV Zeiskam den Titel in der Pferdeklasse; Pony-Rheinland-Pfalz-Meisterin wurde Sandra Broichhaus vom FSV Nürburgring. Landesmeister in Zweibrücken wird der bestplatzierte Teilnehmer der Kombinationsprüfung der mittelschweren Klasse M für Großpferde. Und auch für Einspänner Ponys wird der Landestitel vergeben. Die Pfalzmeistertitel werden in den leichteren Klasse-A-Prüfung ermittelt. Feststeht: Nur der Vielseitigste gewinnt den Landeslorbeer. Denn die Meisterprüfung, die Kombination, bildet die Gesamtschau der drei Disziplinen Dressur, Geländefahrt (auch als Marathon bezeichnet) und Hindernisparcours, das „Kegelfahren“. Bei Letzterem liegen auf knapp breiter als dem Achsmaß der Wagen auseinanderstehenden Kegeln Bälle. Fällt ein Ball, weil der Kegel touchiert wurde, gibt es Strafpunkte. Ebenso für Zeitüberschreitung. Pro Fahrer und Prüfung sind zwei Gespanne zugelassen. Die meisten Teilnehmer, sagt Turnierleiter Heinrich Mohrbach, treten in Zweibrücken auch mit zwei Fuhrwerken an. Eines für die Dressur und ein weiteres für die Hindernis- und Geländefahrten. Die Starter sind laut Mohrbach durchweg ambitionierte Hobbyfahrer, keine Profis. Hobbyfahrer, die sich ihre Leidenschaft einiges kosten lassen. Wettbewerbsfähige Wagen, zwei für die Kombi, kosten zusammen schon mal 10 000 Euro. Pferde und Ponys kommen dann noch hinzu. 40 Mitglieder und Helfer bietet der Ausrichter am Wochenende allein für die Organisation auf. Esther Dinger, die selbst starten wollte, organisiert den gesamten Wirtschaftsbetrieb. Alexander Flocke ist der Parcourschef. Die Siegerehrungen finden getrennt nach Prüfungen am Samstag gegen 21.30 Uhr und am Sonntag gegen 14.30 und 17.30 Uhr für die Landes- und Verbandsmeisterschaften statt. Auch am übernächsten Wochenende, Sonntag, 23. August, nehmen die „Fahrer“ unter den Pferdesportlern die Rennwiese in Beschlag. Ab 14 Uhr werden die Pfalzmeisterschaften im Holzrücken ausgetragen. Dabei muss jeder Teilnehmer mit seinem Pferd einen sechs Meter langen Baumstamm durch zwölf Hindernisse ziehen. Ein Wettbewerb, der sich einer großen Fangemeinde erfreut. Ausrichter ist erneut der Verein Pferde-Fahrsport Westpfalz. (sach)

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