Zweibrücken Zum Tod von Max Krumbach: Menschenfreund und Mahner zugleich
Am 20. Juli ist Max Krumbach, Pfarrer und Menschenfreund, mit 79 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Oft sah man ihn in Zweibrücken mit Passanten ins Gespräch vertieft. Krumbach war offen und kontaktfreudig. Er kannte sehr viele Menschen, mit vielen stand er im Austausch – in Wort und Schrift. Dekanin Silke Gundacker erinnert sich: „Er liebte theologische Diskurse. Man konnte sich gut mit ihm unterhalten, auf Augenhöhe.“
Krumbach war ein Bewahrer, fest verwurzelt in den Protestantismus, und ein Mahner zugleich, der anregte, über den Tellerrand zu schauen. Seine Kontakte zu Partnerkirchen, allen voran zur United Reformed Church in England, waren eng. Auch der Waldensergemeinde, Italiens ältester evangelischer Gemeinschaft, war er verbunden.
Im Historischen Verein aktiv
Begeistern konnte sich Krumbach für Geschichte. Groß war sein Interesse, jüdischen Schicksalen nachzuspüren. Er wurde nicht müde, an die Opfer der Shoa zu erinnern. Den Vorsitz des Historischen Vereins Zweibrücken führte Krumbach von 2017 bis 2022.
Max Krumbach wurde im Jahr 1946 in Zweibrücken geboren und studierte von 1966 bis 1972 Theologie in Bethel, Göttingen und Heidelberg. Nach seiner Ordination war er ein Jahr lang Stipendiat des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) in Rom. Von 1975 bis zu seinem Ruhestand war er Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Pfalz, von 1985 bis 1995 auch Dekan. Von 1995 bis 2011 war Krumbach Krankenhausseelsorger an den Bliestal-Kliniken in Lautzkirchen.
Die Trauerfeier für Max Krumbach findet am Freitag, 1. August, um 14 Uhr auf dem Waldfriedhof Zweibrücken statt.