Hallenfußball RHEINPFALZ Plus Artikel Zum fünften Mal in Folge: TSC Zweibrücken I holt Siegerpokal bei 43. Stadtmeisterschaft

Da ist das Ding: Tobias Schön (Nummer 4) präsentiert seinem jubelnden Siegerteam TSC Zweibrücken I den neuen Siegerpokal. Schnel
Da ist das Ding: Tobias Schön (Nummer 4) präsentiert seinem jubelnden Siegerteam TSC Zweibrücken I den neuen Siegerpokal. Schnell weg bevor die Sektdusche losgeht, denken dagegen die städtische Beigeordnete Christina Rauch (links) und Oberbürgermeister Marold Wosnitza (beige Jacke).

Große Überraschungen blieben beim zweitägigen Turnier aus, auch wenn der ein oder andere Zuschauer wohl gerne mal einen anderen Stadtmeister bejubelt hätte. Nach 118 Turniertoren war am Ende aber gefühlt alles wie immer.

Die Mannschaft des TSC Zweibrücken I bejubelte mit dem RHEINPFALZ-Wanderpokal den Gewinn der Hallenstadtmeisterschaft in der Westpfalzhalle. Die Bubenhausener gewannen zum fünften Mal in Folge und zum insgesamt 13. Mal. Als Überraschung konnten die rund 1400 Zuschauer an zwei Tagen in der Zweibrücker Westpfalzhalle am ehesten noch den fünften Platz des TuS Wattweiler werten. Der TuS setzte sich mit 2:1 gegen die zweite Mannschaft des TSC verdientermaßen durch. Die einzig torlose Partie an beiden Abenden legten der SVN II und TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken II beim Spiel um Platz sieben aufs Parkett. Erst im Neunmeterschießen holte sich die SG hier mit 2:1 den Sieg.

Leistungssteigerung des SVN I

Eine klare Leistungssteigerung zeigte der SVN Zweibrücken I am zweiten Turniertag. Hier lief nun auch Spielertrainer Mentor Shabani, entgegen seiner Vorankündigung, auf. Verletzungssorgen zwangen ihn nach eigener Aussage dazu. Ein Spieler seiner Klasse tat nicht nur der eigenen Mannschaft gut, er zeigte einige Kabinettstückchen, die von deutlich hörbaren „Aahs“ und „Oohs“ der rund 700 Zuschauer begleitet wurden. Über lobende Worte und die Leistung seiner Mannschaft konnte sich der 33-Jährige aber nicht so richtig freuen.

SVN-Spielertrainer Mentor Shabani (am Ball) sorgte nicht nur im Spiel um Platz drei gegen Ixheim für viele „Aahs“ und „Oohs“ auf
SVN-Spielertrainer Mentor Shabani (am Ball) sorgte nicht nur im Spiel um Platz drei gegen Ixheim für viele »Aahs« und »Oohs« auf den Rängen der Westpfalzhalle. SVI-Spieler Ferdinand Emser (Nummer 6) kommt hier zu spät.

Die 1:4-Niederlage im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger wurmte ihn immer noch. „Da hatten wir meiner Meinung nach mehr Torchancen. Leider lassen wir viel liegen, und dann kommen fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen in wichtigen Momenten dazu. Der TSC hat daraus immer wieder ein Tor gemacht. Es ist schade, dass einige Regeln wie die mit direktem und indirektem Freistoß erst am zweiten Turniertag gegen 19.30 Uhr im Spiel ans Tageslicht kommen“, haderte er wie viele andere von der RHEINPFALZ befragte Spieler und Trainer mit dem Trio der Unparteiischen am Samstag.

Mit dem 1:5 im Halbfinale gegen den später erneuten Vizemeister TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken I sowie dem 2:5 gegen die SVN-Erste im Spiel um Platz drei fanden sich die Ixheimer auf Rang vier wieder. Ein Ergebnis, womit SVI-Trainer Thorsten Lahm zufrieden war. Seiner recht jungen Mannschaft habe in entscheidenden Momenten die Erfahrenheit gefehlt. „In der Halle gibt es einfach den Ausschlag, wenn du Spieler hast, die wissen, wo sie wann zu stehen haben. Wann ist der Zeitpunkt, um draufzugehen, wie stelle ich den Gegenspieler zu? Da sind wir noch zu grün hinter den Ohren“, urteilte Lahm.

Eckball als Stein des Anstoßes

Lautstark angetrieben von einer Trommlergruppe und Anfeuerungen vieler Jugendspieler ging die Spielgemeinschaft im Finale durch Jamal Boudjemai in Führung (4.). Danach zogen sich die Grünen gegen die Roten aber etwas zu sehr zurück. TSCler Sebastian Schmitt nahm nach einem Abstoß von Torwart Lucas Schmidt den Ball im eigenen Sechsmeterraum an, dribbelte über Linksaußen mit dem Ball am Fuß zwischen Dominik Stegner und der Bande entlang. Schmitt zog an der Torlinienbande entlang und legte den Ball geschickt an Torwart Paul Stegmann vorbei zum Ausgleich in den Kasten.

Den letzten Schuss des Turniers von Christian Zech (in Grün) vom TuS Rimschweiler/Zweibrücken I blockt im Finale Jonathan Kauf (
Den letzten Schuss des Turniers von Christian Zech (in Grün) vom TuS Rimschweiler/Zweibrücken I blockt im Finale Jonathan Kauf (vorne) vom TSC Zweibrücken I, dazwischen Teamkollege Florian Steinhauer.

Mit den Händen hinter den Ohren als Jubelgeste in Richtung Zuschauerränge zog er aber den Unmut vieler Fans auf sich und sein Team. Eine umstrittene Eckball-Entscheidung des Schiedsrichtergespanns verhalf Tobias Schön mit einem Flachschuss zur ersten TSC-Führung (2:1). SG-Spielertrainer Christian Zech (er schoss das 100. Turniertor) war so aufgebracht, dass er sich schon vor dem Eckball eine Zweiminutenstrafe einhandelte. Eine schöne Kombination zwischen Dylan Sodji und Florian Steinhauer schloss Steinhauer zum 3:1 ab.

Nach dem Seitenwechsel drückte die Spielgemeinschaft stärker. Der Titelverteidiger nahm dies an und zog für sich Vorteile aus dem neuen Reglement. Denn in den K.o.-Spielen waren pro Team nur zwei Foulspiele pro Halbzeit erlaubt. Ab dem dritten Vergehen und für jedes folgende gab es einen Neunmeterstrafstoß. So hatte Sebastian Schmitt fünf Minuten vor dem Abpfiff direkt im Gegenangriff nach dem SG-Anschlusstreffer durch Dominik Stegner die Gelegenheit, den alten Abstand wiederherzustellen, was ihm jedoch misslang. Dafür erhöhte Sodji 60 Sekunden später per Strafstoß auf 4:2. Die Luft war raus, Schmitts Heber landete als 118. und letztes Turniertor zum 5:2-Endstand in den Maschen.

Viele hadern mit Foulregel

Deutlich bedient war Christian Zech am Ende. „Es war mehr drin, aber die Schiedsrichterentscheidungen waren schon immer zum unpassendsten Zeitpunkt. Das ist ärgerlich, wenn du dich immer wieder zurückkämpfen musst. Ich muss mich natürlich erstmal selbst in die Verantwortung nehmen und darf nicht so hochfahren. Aber ich habe nicht Beleidigendes gesagt bei meiner Zeitstrafe, sondern nur, dass unser Torwart nicht mehr am Ball war.“ Die Foulregel fand er zu scharf ausgelegt. „Da sollten schon mehr als zwei pro Halbzeit drin sein, wenn so kleinlich gepfiffen wird. Aber insgesamt bin ich megazufrieden mit meinen Jungs, die haben an beiden Tagen alles gegeben. Im nächsten Jahr gibt es einen neuen Anlauf.“

Für den im Sommer scheidenden TSC-Trainer Özal Acar war es dagegen der letzte Jubelreigen mit dem TSC bei der Hallenstadtmeisterschaft. Auch er hatte eine geteilte Meinung zu den Regelhütern. „Es soll sich keiner verletzen, aber wir spielen immer noch im Vollkontakt. Nur zwei Fouls, das ist zu wenig bei zweimal zehn Minuten. Das trägt meiner Meinung nach zu noch mehr Hitze bei statt es zu beruhigen.“ Alles in allem war er natürlich zufrieden mit seinen Jungs, „auch damit, dass sie noch mal unter den leider vielen Buh-Rufen gewonnen haben“.

Es müllert bei der G-Jugend

Die Spieler der G-Jugend des TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken ließen im Einlagespiel ihren Alterskollegen vom TSC Zweibrücken keine Chance. Das in grün gekleidete Jugendteam schnürte die TSC-Auswahl in ihrer Hälfte ein. Am Ende stand ein 6:0 auf der Anzeigetafel, wobei Max Hollinger, Ludwig Müller (je zwei Tore), Matthias Müller und Daniel Mayer für die Spielgemeinschaft trafen.

Augen zu und durch: Das sagten sich im Einlagespiel der G-Jugend zwischen dem TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken und dem TSC Zweibr
Augen zu und durch: Das sagten sich im Einlagespiel der G-Jugend zwischen dem TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken und dem TSC Zweibrücken (vorne von links) Max Hollinger, Aoualdi Arom und Arash Ibrihiam.
zwe_fußball_stadtmeisterschaft_2025_ergebnisse_ngen
x