Zweibrücken Zu pomadig zu Beginn
Konstanz. Durch den deutlichen 28:23 (13:13)-Auswärtssieg bei der HSG Konstanz hat sich die männliche A-Jugend des SV 64 Zweibrücken in der Südstaffel der A-Jugend-Bundesliga in der Spitzengruppe festgesetzt und mit jetzt 6:2 Punkten den dritten Tabellenplatz behauptet . Der Auswärtserfolg hatte aber eher den Charakter eines Arbeitssieges, den sich die SV-Truppe dank einer erkennbaren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verdiente.
Der Start war für den SV 64 zufriedenstellend, nach dem 2:2-Zwischenstand (5. Spielminute) führte ein Doppelschlag durch Leo Herrmann und Luca Dobrani zur beruhigenden 4:2-Führung. Patrick Bach erhöhte in der zehnten Spielminute noch auf 7:4. „Und dann meinte jeder, er kann sein eigenes Ding machen“, monierte hinterher SV-Trainer Tony Hennersdorf treffend. Denn in den folgenden Minuten ließen es die 64er erkennbar lockerer angehen, die Gastgeber drehten das Spiel wieder. Marc-Robin Eisel verwarf beim Zwischenstand von 10:9 für sein Team einen Strafwurf – kurz darauf führten die Konstanzer nach einem Doppelschlag von Samuel Löffler mit 11:10. Nur mit Mühe kämpften sich die 64er noch zum 13:13-Unentschieden zur Halbzeit. Robin Sauer traf hier für die SV-Jungs kurz vor dem Halbzeitpfiff. Es folgte eine deutliche Pausenansprache, in der SV-Coach Hennersdorf seiner Mannschaft die „pomadige Spielweise“ vorhielt. Mit der Folge, dass die zweite Hälfte wesentlich souveräner verlief, die SV-Spieler auch als Team deutlich stärker Präsenz zeigten. Zunächst zogen aber die Gastgeber durch zwei Tore Manuel Wanglers auf 15:13 davon. Ab der 40. Spielminute hatten die SVler dann alles im Griff. Beim 17:18 gingen die Junglöwen wieder selbst in Führung, die sie dann mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung behaupteten. Luca Dobrani erzielte schließlich beim 18:22 eine vorentscheidende Vier-Tore-Führung der Zweibrücker, die damit ihrer Favoritenrolle in diesem Spiel gerecht wurden. Leo Herrmann im Angriff und ein gegenüber den letzten Spielen deutlich verbesserter Kreisläufer Patrick Bach lobte Hennersdorf schließlich. Bach traf für die SVler mit seinem vierten Tor zum 21:27-Zwischenstand. Am Ende gewannen die Zweibrücker mit 28:23, erspielten sich einen Arbeitssieg. „Mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden. Die Hauptsache sind die beiden Punkte“, sagte Tony Hennersdorf. „Immerhin war dieses Spiel auch so etwas wie eine Fahrt ins Ungewisse, ohne Nils und Robin, die beide mit den Männern in der Dritten Liga im Einsatz waren.“ Von den drei A-Jugend-Spielern im Erstmannschaftskader der Zweibrücker war nur Patrick Bach mit nach Konstanz gefahren. (cm) So spielten sie HSG Konstanz: Bozin, Jegler und Wall - Kunde (8/3), Löffler (5), Wangler (4), Meisinger (3/1), Apel (2), Portmann (1), Mack, Ebert, Vonlanthen, Volz, Gottesmann SV 64 Zweibrücken: Berz, Lehr - Bayer (5), Herrmann (6), Mägel - Alt (3), Dobrani (4) - Bach (4) - Schaller (2), Eisel (2), Schwarzer (1), Sauer (1), Wack, von Lauppert Spielfilm: 3:5 (7.), 7:7 (14.), 10:10 (23.), 13:13 (30.), 16:15 (34.), 17:18 (40.), 18:22, 21:27, 23:28 (60.) - Zeitstrafen: 3:4 - Siebenmeter: 4/3 - 2/0 - Beste Spieler: Kunde, Löffler - Herrmann, Bach - Zuschauer: 60 - Schiedsrichter: Gierke/Konwitschny (Dachau). (cm)