Zweibrücken Zirkus Zappzarap in Zweibrücken bleibt ein Publikumsmagnet

Seit 20 Jahren begeistern Schüler in der Manege des Zirkus Zappzarap.
Seit 20 Jahren begeistern Schüler in der Manege des Zirkus Zappzarap.

Bei drei Vorstellungen haben Kinder ihr Können in der Manege gezeigt. 110 Plätze, aber viel mehr Anfragen: Warum das Zirkusprojekt Zappzarap in Zweibrücken so beliebt ist.

Eine Woche lang haben Betreuer und Kinder geübt und trainiert, am Wochenende zeigten sie in drei Vorstellungen des Zirkus Zappzarap im Zirkuszelt auf dem Helmholtz-Schulhof, was sie drauf haben. Akrobatik traf Feuershow, Jonglage traf Komik. Der „wandernde pädagogische Projektzirkus“ – wie ihn die Zirkusleute bezeichnen – zählt zu den beliebtesten Ferienaktionsangeboten der kommunalen offenen Jugendarbeit (Koja) Zweibrücken. Das Zirkusprojekt gibt es seit 20 Jahren.

Auch eine Feuershow gehört zum Programm.
Auch eine Feuershow gehört zum Programm.

Rund 30 Kinder, die mindestens zwölf Jahre alt waren, zeigten am Freitagabend ihr Können, nachdem es am Donnerstag bereits eine kostenlose Aufführung der Betreuer im Zirkuszelt gegeben hatte. Die 80 Kinder unter zwölf Jahren durften am Samstagvormittag ihre Show abliefern. „Tiere kommen im Zirkus Zappzarap nicht vor, aber gefährlich kann es schon werden. Zum Beispiel arbeiten wir ja auch mit Feuer, haben aber geschultes Personal“, sagte Vincent Möchel-Stieß von der Koja. „Wir haben alles – von Trapez, Jonglage, Rope Skipping bis Clownerie.“

Auch die Wartelisten sind schnell voll

Direkt nach der U12-Show am Samstag stand der Abbau des großen Zirkuszeltes an. Um die Mittagszeit halfen auch viele Eltern dabei, die Ränge, das Zelt und die Technik abzubauen. „Das dauert sechs, sieben Stunden“, sagte Möchel-Stieß bereits am Freitag voraus. Schon in der gesamten Woche zuvor waren etwa 25 Betreuer engagiert gewesen, darunter drei hauptamtliche von Koja und jede Menge ehrenamtliche, die teilweise als Kinder selbst am Trapez des Zirkus Zappzarap geturnt hatten oder durch Reifen gesprungen waren.

Das Zirkuszelt war schon am Sonntag zuvor aufgebaut worden, beim Abbau eine Woche später halfen auch die Eltern.
Das Zirkuszelt war schon am Sonntag zuvor aufgebaut worden, beim Abbau eine Woche später halfen auch die Eltern.

Laut Vincent Möchel-Stieß sind die Plätze für das Zirkusprojekt in den Sommerferien erfahrungsgemäß immer sehr schnell ausgebucht. Zweibrücker Kinder haben bessere Chancen, einen Platz zu ergattern, als solche von außerhalb. Schnell sein muss aber jeder, der mitmachen will: Die 110 Plätze waren im Januar nach nur wenigen Stunden bereits vergeben, die Wartelisten liefen nach 48 Stunden über. Das Angebot auszuweiten, sei aus personellen Gründen nicht drin, erklärte Möchel-Stieß. Ohne die vielen Ehrenamtlichen sei das Projekt schon in seinem jetzigen Umfang nicht möglich. Veranstalter ist die Zweibrücker Stadtverwaltung über das Jugendamt und Koja. Möchel-Stieß war 2008 erstmals als ehrenamtlicher Betreuer beim Zirkus Zappzarap dabei gewesen, nur ein Jahr später dann als festangestellter Koja-Mitarbeiter. Am Wochenende freute er sich wie beim ersten Mal auf die drei Aufführungen, nach denen die Kinder mindestens genauso stolz auf ihre Show waren wie die Erwachsenen.

Akrobatik im Zirkus Zappzarap.
Akrobatik im Zirkus Zappzarap.
Trapezkunst im Zirkus Zappzarap.
Trapezkunst im Zirkus Zappzarap.
Vincent Möchel-Stieß von der offenen kommunalen Jugendarbeit Koja.
Vincent Möchel-Stieß von der offenen kommunalen Jugendarbeit Koja.
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