Zweibrücken Wieses ruhiger Sonntagnachmittag

Grosssteinhausen. Mit einem klaren und nie gefährdeten 3:0 (1:0) gegen den SV Palatia Contwig hat gestern der SV Großsteinhausen die A-Klassen-Saison fortgesetzt. Vor 110 Zuschauern waren die Platzherren über die komplette Spielzeit die dominierende Mannschaft, bei besserer Chancenverwertung im ersten Spielabschnitt hätte der Erfolg noch höher ausfallen können. Contwigs Spielertrainer Stefan Höh räumte nach dem Schlusspfiff deshalb neidlos ein: „Großsteinhausen war heute besser!“
Die Palatia sei auch mit dem schwer bespielbaren Naturrasen nicht gut zurecht gekommen, in erster Linie habe die Auswärtspleite aber an der Spielweise der Gastgeber gelegen. „Sie haben das Spiel breit gemacht“, erklärte Stefan Höh, seine Truppe habe dagegen kein Mittel gefunden. Höhs Großsteinhauser Amtskollege, Andreas Langner, lobte denn auch vor allem das Spiel über die Außenbahnen, das habe gut funktioniert. „In der ersten Hälfte sind wir aber zu nachlässig mit unseren Chancen umgegangen“, fand er dennoch einen Kritikpunkt. Der SVG hatte aber zumindest Einschusschancen; was Contwig in den ersten 45 Minuten nach vorne brachte, war kaum der Rede wert. Der für den beruflich verhinderten Stammkeeper Joshua Prine ins Großsteinhauser Tor gerückte Felix Wiese hätte die Grashalme im Strafraum zählen können: Die Gäste-Offensive war mehr als harmlos, Wieses Ballkontakte kamen nur durch Rückpässe seiner Mitspieler zustande. Da hatte sein Gegenüber deutlich mehr zu tun. Contwigs Torsteher Moritz Betz zählte noch zu den besten seiner Mannschaft, in der ersten Halbzeit klärte er unter anderem bei Abschlüssen von Peter Tretter, Andreas Langner und Michael Bär. Auch Marc Garus versuchte sein Schussglück, das Zielwasser hatte Großsteinhausen gestern aber offensichtlich erst mal irgendwo stehen lassen. Erst eine Standardsituation sorgte kurz vor dem Halbzeitpfiff für die Führung: Patrick Wolf zirkelte einen wirklich sehenswerten Freistoß in den Contwiger Kasten. Nach dem Wiederanpfiff mussten die Gastgeber zunächst einen kleinen Schock verdauen, Torjäger Sebastian Meil ging mit Oberschenkelproblemen raus, für ihm kam Maurice Förch auf den Platz. Die Contwiger Mannschaft war jetzt etwas gefährlicher, hatte eine Handvoll Tormöglichkeiten, unter anderem durch Markus Rothhaar und den für Spielertrainer Stefan Höh eingewechselten Felix Füssguss. Treffer fielen aber auf der anderen Seite des Feldes. In der 61. Minute setzte sich Marc Garus auf der rechten Seite kraftvoll durch und überwand Keeper Moritz Betz mit einem platzierten Schuss. Das 2:0 war zu diesem Zeitpunkt längst überfällig. Ein Platzverweis gegen Niclas Betz wegen wiederholten Foulspiels und Meckerns dezimierte die Palatia dann zusätzlich, mit einem Mann weniger brachten sie keine echte Gegenwehr mehr zustande. Logische Folge waren weitere Tormöglichkeiten für die Langner-Truppe, den Treffer zum Endstand markierte wiederum Garus in der 78. Spielminute. (bun)