Zweibrücken Was es auf dem Turnerjahrmarkt Neues aus der Stadt zu hören gab
Was ist der Kommunalpolitische Frühschoppen?
Alljährlich lädt die Vereinigte Turnerschaft Zweibrücken (VTZ), die den Pfingstmarkt ausrichtet, Vertreter der Kommunalpolitik und der Wirtschaft am Abschluss-Dienstag zum Gedanken- und Informationsaustausch in den Biergarten auf dem Festplatz ein. Dabei kommen kommunale Themen zur Sprache – wie nachfolgend beschrieben.
Wie lief der Pfingstmarkt 2025?
„Petrus hatte ein Einsehen – meistens“, fasste die VTZ-Vorständin Gisela Alt beim Frühschoppen zusammen. Für den Verein sei der Turnerjahrmarkt ein Kraftakt, den man auch diesmal wieder gemeistert habe. Unter anderem bedankte sich Alt bei ihrer Vorstandskollegin Ingrid Ließfeld, die nach 49-jährigem Engagement aus dem Organisationsteam verabschiedet wurde. Die Veranstaltung sei bis dato reibungslos abgelaufen. „Wir freuen uns, dass viele unserer zugezogenen Mitbürger mitgefeiert haben“, sagte Alt. „Ohnehin sind in der VTZ Menschen aller Art und jeglicher Herkunft vereint. Hass, Hetze und Rassismus haben bei uns keinen Platz.“
Was wird sich in Zukunft beim Turnerjahrmarkt ändern?
Im Zweibrücker Rathaus wird zurzeit ein Vertrag ausgearbeitet, der eine engere Kooperation der Stadt Zweibrücken mit der Vereinigten Turnerschaft bei der Organisation und Finanzierung des Turnerjahrmarkts regeln soll. „Sehnsüchtig“, so Gisela Alt, warte der Sportverein auf dieses Abkommen. Der Vertrag kann nach Aussage von Bürgermeister Christian Gauf nun geschlossen werden, da die Aufsichtsbehörde den Kommunalhaushalt 2025 genehmigt hat.
Wie geht es beim Ausbau des Sportfelds auf dem Kleinen Exe weiter?
„Sehnlich warten unsere boomenden Basketballer auf die Neueröffnung des Kleinen Exe“, blickt Gisela Alt auf die laufenden Bauarbeiten. Dort werden nicht nur ein neues Basketball- und Volleyballfeld angelegt, sondern auch eine große Skaterbahn, ein Naturrasenplatz, Leichtathletikanlagen und ein Calisthenics-Parcours zum Trainieren unter Ausnutzung des eigenen Körpergewichts. Die Beigeordnete Christina Rauch verspricht, dass der neugestaltete Exe „zum Jahresende größtenteils fertig ist“.
Was gibt’s Neues bei den Zweibrücker Sportanlagen?
Gerade erst wurde der Wurfring im Westpfalz-Stadion erneuert und an einen besseren Standort versetzt. Jetzt, mit dem genehmigten Kommunalhaushalt im Rücken, will die Stadt nach Christina Rauchs Worten die hölzerne Trimm-dich-Treppe an der Fasanerie sanieren lassen. Die Stufen werden erneuert und sollen Teil eines Sport-Rundweges mit Trainingsstationen werden, der schrittweise im Fasaneriewald entstehen soll. Die Beigeordnete spricht von einem „Trimm-dich-Pfad, aber neu gedacht“.
Der neue Rollsport-Parcours, genannt Pumptrack-Anlage, der am Sportplatz der Vereinigten Bewegungsspieler (VBZ) an der Schlachthofstraße geplant ist, kann nach Christian Gaufs Worten „hoffentlich 2026 fertiggestellt werden“.
Gibt es neue Pläne beim Schulsport?
Die Stadtverwaltung und der Stadtverband für Sport haben Verhandlungen mit den Stadtwerken aufgenommen, die die beiden Zweibrücker Schwimmbäder betreiben. Ziel, so die Beigeordnete Christina Rauch, sei ein forcierter Schwimmunterricht an den Zweibrücker Schulen. „Dass unsere Kinder wieder besser Schwimmen lernen, liegt uns sehr am Herzen. Wir wollen da jetzt mehr Drive reinbringen.“ Auch der Verein der Wassersportfreunde sei mit eingebunden.
Was tut sich bei der sportlichen Infrastruktur sonst noch so?
Wie Christina Rauch beim Frühschoppen berichtete, wird im Rathaus ein Konzept für einen barrierefreien Spazier- und Wanderweg in der Innenstadt ausgearbeitet. So wolle man den Wandertourismus beleben.
Außerdem suche man zurzeit nach einem geeigneten Waldgelände, um in Zweibrücken einen Trekking-Platz fürs Zelten im Wald einzurichten.
Und das Melanchthonheim?
Bürgermeister Christian Gauf ist sich der Nöte der 30 Betroffenen bewusst, die zum 15. Juni ihre Sozialwohnungen im Melanchthonheim verlassen müssen. „Aber beim Brandschutz und beim allgemeinen Gebäudezustand sind die Mängel derart gravierend, dass es so nicht mehr weitergeht“, bittet der Bürgermeister um Verständnis dafür, dass das Bauamt das Aus für das Melanchthonheim habe verkünden müssen. Jetzt stünden nicht nur die Gekündigten selbst, sondern auch die Stadt und das Sozialamt, die sich um sie kümmern müssen, „vor einer ganz schwierigen Situation. Wir hoffen, eine Lösung hinzukriegen“, meinte der Bürgermeister, wurde dabei aber nicht konkreter.