Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Trotz Hochwassergefahr: Fläche neben Bach wird für Skatepark asphaltiert (mit Video)

So eine Pumptrackanlage soll in der Schlachthofstraße am Hornbachufer neben den VB Zweibrücken entstehen.
So eine Pumptrackanlage soll in der Schlachthofstraße am Hornbachufer neben den VB Zweibrücken entstehen.

Zweibrücken bekommt einen Parcours für Skater und Radfahrer. Dafür soll die Fläche neben dem Hornbachufer asphaltiert werden. Ob das bei Hochwasser zur Gefahr wird.

Die Stadt plant eine sogenannte Pumptrackanlage in der Schlachthofstraße. Das ist eine Rollsportanlage, die einen geschlossenen Rundkurs mit Wellen, sogenannten „Pumps“, Steilkurven, Sprüngen und anderen überfahrbaren Hindernissen beinhaltet. Sie kann mit Fahrrädern, Skateboards, Scootern oder Inlineskates befahren werden. „Es ist eine Art Hügellandschaft, die wir so geplant haben, dass sie von möglichst vielen genutzt werden kann“, erklärte Planer Nico Reuter am Dienstagabend dem Bauausschuss. Er ist Geschäftsführer der Firma „ecoparc concepts“ aus Freisen. Seine Firma hat bereits mehrere Bikeanlagen entwickelt, darunter die Pumptrackanlage in Baumholder.

In einem Video stellte Reuter die Anlage in Baumholder vor:

An dieser Stelle finden Sie ein Video via YouTube.

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Zielgruppe von Kleinkindern bis Erwachsene

Die Asphaltanlage in Zweibrücken soll zwischen dem Vereinsgelände der Vereinigten Bewegungsspieler Zweibrücken (VBZ) und dem Fuß- und Radweg neben dem Hornbach gebaut werden. Die Fläche dafür ist 2800 Quadratmeter groß und gehört der Stadt.

Hier, neben dem Vereinsgelände der VBZ soll der Parcours für Skater und Radfahrer entstehen.
Hier, neben dem Vereinsgelände der VBZ soll der Parcours für Skater und Radfahrer entstehen.

Die Pumptrackanlage soll im nördlichen Teil des Geländes gebaut werden und bietet sichere Einstiege sowie abwechslungsreiche Parcours für alle Fahrer, heißt es im Informationspapier dazu. Die Hauptzielgruppen sind Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren, aber auch Kleinkinder und Erwachsene.

Verschiedene Streckenelemente sowie einige Abläufe und Kombinationen können für alle Fahrer anspruchsvoll sein. Ergänzt wird die Anlage durch einen Geschicklichkeitsparcours für Radfahrer.

Direkter Zugang zu Radweg geplant

Die Anlage ist nicht nur eine Sportstätte, sondern auch ein zentraler Treffpunkt für alle Generationen. Ein zentraler Aufenthaltsbereich mit einer Tribüne aus Naturstein ermögliche es Eltern und anderen Besuchern, den Fahrern zuzusehen. Dieser Bereich soll einen Zugang vom Radweg enthalten. Zusätzlich sind auch Sitzmöglichkeiten mit Tischen im Geländebereich geplant.

Die Pumptrackanlage kann von Mountainbikern, Skatern und Fahrern von E-Rollern genutzt werden.
Die Pumptrackanlage kann von Mountainbikern, Skatern und Fahrern von E-Rollern genutzt werden.

Die umliegenden Grünflächen sollen mit Blühwiesen und Sträuchern bepflanzt werden, um die Biodiversität zu steigern. Außerdem ist eine Flutlichtanlage geplant, damit die Anlage auch im Winter und bei Dämmerung benutzt werden kann.

Anlage dient als Rückhaltebecken bei Hochwasser

Da die Fläche zwischen dem Hornbachufer und dem Vereinsgelände asphaltiert werden soll, hatten mehrere Ausschussmitglieder Bedenken, da es dort schnell zu Überschwemmungen kommen kann. Schließlich standen beim Pfingsthochwasser im vergangenen Jahr der Hart- und der Rasenplatz des Vereins komplett unter Wasser. „60 bis 70 Zentimeter hoch“, erinnerte sich Ausschussmitglied Frank Schmidt, der auch Präsident der VBZ ist. In einer asphaltierten Fläche neben dem Bachlauf sehe er aber kein Problem. „Die Anlage liegt höher als der Bach und fungiert nach wie vor als Deich.“ Das Wasser auf dem Sportgelände sei beim Pfingsthochwasser sowieso nicht vom Hornbachufer gekommen, sondern durch Gullys aus der Kanalisation.

Sollte das Wasser aus dem Hornbach doch höher steigen, könne die Anlage bei Hochwasser komplett geflutet werden, ergänzte Planer Reuter. „Sie fungiert dann als Rückhaltebecken mit Punktabläufen und Kanalanschluss.“

Bauzeit: Zwei bis drei Wochen

Geplant ist auch, den gesamten Erdaushub dem lokalen Mountainbike-Verein für die Errichtung einer Anlage zur Verfügung zu stellen, wenn er wiederverwendet werden kann. Als nächstes wird eine wasserrechtliche Genehmigung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd beantragt. Zudem muss ein Gutachter Bodenproben untersuchen, um festzustellen, ob die Erdmassen wiederverwendet werden können. Falls eine Kontamination vorliegt, sind entsprechende Entsorgungsmaßnahmen zu treffen und es wird eine Kampfmittelsondierung durchgeführt.

Ausschussmitglied Norbert Pohlmann wollte wissen, was das Projekt die Stadt kostet. Die Kosten liegen bei 437.000 Euro, antwortete Bauamtleiter Christian Michels. 90 Prozent davon werden von der Städtebauförderung übernommen. Nach der Genehmigung des Förderantrags, die laut Michels voraussichtlich erst Ende November/Anfang Dezember erfolgt, soll ein Vergabeverfahren für die Ausführungsplanung gestartet werden. Der Bau könne dann im folgenden Jahr beginnen. Laut Reuter dauert die Errichtung der Anlage gerade mal zwei bis drei Wochen.

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