Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Zweibrücken seine Soldaten in WGs unterbringt

 In einer der Unterkünfte ist der Elektriker Friedrich Bauer von der Firma Elektro Meinhold aus Großsteinhausen am Werk.
In einer der Unterkünfte ist der Elektriker Friedrich Bauer von der Firma Elektro Meinhold aus Großsteinhausen am Werk.

Die Bundeswehr meldet Bedarf an Wohnraum für 120 Soldaten im Zweibrücker Stadtgebiet an. Die Gewobau reagiert und richtet jetzt erste Wohnungen her.

In der Niederauerbach-Kaserne wird der Platz für Soldatenunterkünfte knapp. „Deshalb benötigt die Bundeswehr jetzt Wohnraum in Zweibrücken“, erläutert Jörg Eschmann, der Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau. Seit Jahresbeginn ist das Unternehmen dabei, in einem ersten Schritt vier Wohnungen in der Canadasiedlung für die neue Bestimmung umzubauen.

In der Ontariostraße 19 richtet die Gewobau vier Wohnungen für den Bezug durch Bundeswehrsoldaten her.
In der Ontariostraße 19 richtet die Gewobau vier Wohnungen für den Bezug durch Bundeswehrsoldaten her.

„Es handelt sich dabei um vier Wohnungen im ersten Stock über der Spiel- und Lernstube ,Sternenstaub’ in der Ontariostraße 19“, erklärt Eschmann. „Hier hatte sich früher im Erdgeschoss die Kinderkrippe ,Klitzeklein’ befunden. Damit die Kleinen dort ungestört ihren Mittagsschlaf halten konnten, blieben die vier darüberliegenden Wohnungen seit längerer Zeit unvermietet.“

Die vier Wohnungen sind erst der Anfang

Dies sei seit dem Abzug der Kinderkrippe nicht mehr nötig. Jetzt lässt die Gewobau die vier Appartements um- und ausbauen; jede Wohneinheit soll künftig Platz für drei Soldaten bieten. „Jede Wohnung“, sagt Jörg Eschmann, „bietet drei persönliche Schlafräume sowie zur gemeinsamen Nutzung ein großes Wohnzimmer, ein Bad mit Dusche und eine Küche.“ Anfang Mai sollen die neuen Unterkünfte für zusammen zwölf Bundeswehrangehörige fertig zur Übergabe sein. Die künftigen Bewohner werden nach Eschmanns Worten von der Truppe mit einem Mietzuschuss unterstützt. Die Umbaukosten beziffert er auf etwa 70.000 Euro pro Wohnung – inklusive neuer Einbauküche.

Hier ist die neue Einbauküche bereits installiert.
Hier ist die neue Einbauküche bereits installiert.

Das Programm in der Ontariostraße soll aber erst der Anfang sein. „Uns ist daran gelegen“, berichtet der Chef der Wohnungsbaugesellschaft, „dass wir mit der Bundeswehr eine mittelfristige Kooperationsvereinbarung zur Schaffung von Wohnraum treffen. Wir hätten die Fähigkeit, zu diesem Zweck in Zweibrücken auch ganz neue Mehrfamilienhäuser zu errichten.“ Möglich sei dies zum Beispiel auf einem Areal in der Zeilbäumerstraße unweit der Niederauerbach-Kaserne, das die Gewobau vor Kurzem gekauft hat.

Jede Armee-WG hat ein gemeinsames Wohnzimmer.
Jede Armee-WG hat ein gemeinsames Wohnzimmer.
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