Zweibrücken
Warum sich beim Beisl nichts tut
Verkaufsabsichten hatte die Inhaberfamilie Perez schon lange, doch nach Corona einen Käufer für das ehemalige Gasthaus Zum Beisl in Ernstweiler zu finden, war mehr als schwierig. Am Ende fand sich eine Firma, die das Gebäude kaufen wollte, Mitte Juli kam dann der Ausverkauf des Inventars. Die Käufer wollen Wohnungen aus dem Gebäude gegenüber der ehemaligen Zigeunerkirche machen. Passiert ist allerdings noch nicht all viel.
Eine Zeit lang stand ein Bauschutt-Container auf den Parkplätzen vor der ehemaligen Kneipe. Heute steht dort ein Kleidersammelcontainer. „Der Notarvertrag ist unterschrieben. Aber der Käufer ärgert sich seit einem halben Jahr mit dem Stadtbauamt herum wegen der Baugenehmigung“, erklärt Camilo Perez junior, der zusammen mit seinem Vater Camilo senior, Mutter Laura und seinem Bruder Angel den Beisl viele Jahre selbst betrieben hat. Dabei wolle er gar nicht bewerten, woran das liege oder wer Schuld sei. Fakt ist, dass die Käufer laut aktuellem Sachstand keine gültige Baugenehmigung haben und deshalb die Arbeiten am Gebäude seit Herbst eingestellt sind.
Dach ist abgerissen, Parkplätze sind Diskussionspunkte
Das Dach des ehemaligen Biergartens haben sie abgerissen und seitdem nicht viel geändert. Der Bauschuttcontainer ist längst verschwunden, von Arbeiten seit Monaten keine Spur. „Ich kenne keine genauen Pläne, die Zahl der geplanten Wohnungen hat sich wohl zwischendurch mal geändert. Das hatte auch Auswirkungen auf die Zahl der Parkplätze, die die Käufer nachweisen müssen“, erklärt Camilo Perez junior auf Nachfrage. Denn auch dies sei ein Diskussionspunkt mit dem Bauamt gewesen. Laut Perez wurde mittlerweile ein abgestimmter Bauplan eingereicht. „Wir hoffen, dass es im Januar endlich losgehen kann mit dem Umbau“, sagt er. Denn die volle Kaufsumme fließt erst an seine Familie, wenn Baurecht herrscht.