Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Landesliga-Torschützenkönig Hauk (SG Rieschweiler) zwei Tore fehlen

Treffsicher: Hier setzte sich Rieschweilers Simon Hauk (in Blau) im Verbandspokal-Spiel gegen Lars Scholten vom VfB Reichenbach
Treffsicher: Hier setzte sich Rieschweilers Simon Hauk (in Blau) im Verbandspokal-Spiel gegen Lars Scholten vom VfB Reichenbach durch. Auch in dieser Partie schoss er zwei Tore.

Mit 35 Toren steht Simon Hauk an der Spitze in der Torjägerliste der Landesliga West, verhinderte mit seinem Team dennoch erst am letzten Spieltag den Abstieg.

Simon Hauk zerlegte die Landesliga förmlich, der zweitbeste Torjäger traf nur 27-mal. Der 23-jährige Polizist, der gerade die Ausbildung beendet hat, schoss fast die Hälfte der 76 SGR-Tore. Der in Contwig wohnende Hauck hat dabei keine Vorliebe, wie er seine Tore schießt. „Elfmeter, Kopfball, aus kurzer oder langer Distanz – jedes Tor ist ein Tor“, sagt der Stürmer, der jedem Treffer den gleichen Wert beimisst.

In Contwig fing Simon Hauk mit dem Kicken an. Er zog weiter zum TuS Winzeln, um es dann im zweiten D-Jugend-Jahr erstmals beim FK Pirmasens zu versuchen. Es folgte der Wechsel ins Nachwuchsleistungszentrum der SV Elversberg. „Dann sind wir wieder zum FKP gewechselt. Da hat es gar nicht geklappt, ich habe mir im dritten Spiel einen Kreuzbandriss zugezogen“, sagt Simon Hauk, der mit seinem Zwillingsbruder Luca bislang von Verein zu Verein zog. Vor zweieinhalb Jahren dann der Wechsel vom FKP-Verbandsligateam nach Rieschweiler. „Es war eine schwierige Phase für mich, nach dem Kreuzbandriss bin ich gar nicht mehr reingekommen“, beschreibt Hauk die Zeit unmittelbar vor seinem Wechsel.

In Elversberg ausgebildet

35 Hauk-Tore waren es zum Ende der Saison offiziell. „Eigentlich waren es sogar noch zwei mehr. Aber das Spiel gegen Rüssingen, da hatte ich zwei Tore geschossen, wurde vom Verband für uns gewertet und daher meine beiden Tore gestrichen“, sagt Hauk ein wenig bedauernd. Weshalb er in der gerade abgelaufenen Runde so durch die Decke ging? „Es gibt viele Faktoren; auch dass ich viele Spielminuten hatte. Ich will pro Spiel immer ein Tor machen, weiß aber, dass das hochgegriffen ist. Dennoch steht mannschaftlicher Erfolg für mich über allem“, betont Hauk.

Was dem Angreifer fehlt, ist noch ein Viererpack in der Landesliga. „Das habe ich bislang noch nicht geschafft. Mehr als drei Tore waren es nie“, stellt Hauk fest. Weiterentwickelt hat sich Hauk vor allem im Kopfballspiel. „Ich hatte eine gute Ausbildung bei der SV Elversberg. Das macht es für mich etwas einfacher, weil ich gelernt habe, wie ich einen Ball verarbeiten kann“, sagt Hauk. Trotzdem ist er nach den Spielen selten zufrieden. „Wenn ich auf die Saison zurückblicke, hätte ich auch noch zehn Tore mehr schießen können“, unterstreicht er kritisch.

Vereinswechsel

Natürlich interessieren sich auch andere Vereine für einen solch treffsicheren Stürmer. „Ich hatte Angebote aus höheren Ligen, auch aus der Verbands- und Saarlandliga. Ich musste aber auch abwägen, was aus beruflichen Gründen sinnvoll ist“, sagt Hauk, der im Schichtdienst arbeitet. Er wird künftig am Wattweiler Berg für SGR-Landesliga-Konkurrent TSC Zweibrücken auf Torejagd gehen. „Für mich hat das Gesamtpaket beim TSC gestimmt. Ich wollte mal aus meiner Komfortzone raus“, erzählt er. In Zweibrücken erwarte er von sich selbst jedoch nicht gleich noch mal eine Toreflut. „Ich setze mir keine Zahl, will mir keinen Druck machen. Aber ein Stürmer definiert sich schon über Tore“, sinniert der Contwiger, der sich in der Vorbereitung an sein neues Team gewöhnen möchte: „Ich kenne schon viele vom TSC, aber wir müssen erst zusammenfinden.“

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