Zweibrücken Warum die weißen Striche nach zwei Monaten schon wieder verschwinden

Der Bubenhauser Kreisel wurde nach einer Komplettsanierung der Fahrbahndecke am 16. November wieder eröffnet.
Der Bubenhauser Kreisel wurde nach einer Komplettsanierung der Fahrbahndecke am 16. November wieder eröffnet.

Eigentlich sollten die neuen Fahrbahnmarkierungen nach der Sanierung des Bubenhauser Kreisels ein Jahr halten. Eigentlich. Denn viele weiße Striche sind schon wieder abgefahren. Der UBZ hat eine Erklärung, warum das nicht so schlimm ist.

Der Bubenhauser Kreisel wurde nach einer Komplettsanierung der Fahrbahndecke am 16. November wieder eröffnet, versehen mit den neuen Markierungen, welche beispielsweise die Fußgängerquerungen an den Kreisel-Armen markieren.

Viele der weißen Markierungen sind bereits komplett abgefahren oder lösen sich gerade auf.
Viele der weißen Markierungen sind bereits komplett abgefahren oder lösen sich gerade auf.
Die neuen Markierungen markieren beispielsweise die Fußgängerquerungen an den Kreisel-Armen .
Die neuen Markierungen markieren beispielsweise die Fußgängerquerungen an den Kreisel-Armen .
Die Markierungen wurden im November aufgebracht.
Die Markierungen wurden im November aufgebracht.
Das Doppel-Schild am Überflieger.
Das Doppel-Schild am Überflieger.
Das vordere Schild wurde vermutlich beim Abbauen vergessen oder übersehen.
Das vordere Schild wurde vermutlich beim Abbauen vergessen oder übersehen.

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Laut dem zuständigen Umwelt- und Servicebetrieb UBZ gibt es Vorschriften, bei welcher Belastungsklasse, also Anzahl der Radüberrollungen, welche Markierungstechnik verwendet werden muss. Es gebe aufgelegte und eingelegte Markierungen aus Farbe und Thermoplastik. Am Bubenhauser Kreisel seien aufgelegte Markierungen des Typs 1, P2 verwendet worden, die normalerweise ein Jahr halten sollten. „Da die Verkehrsfreigabe schnellstmöglich erfolgen sollte, wurde die Markierung nur als vorübergehende Markierung hergestellt, welche maximal ein halbes Jahr halten sollte“, schreibt der UBZ auf Anfrage. Wobei auch das halbe Jahr schon optimistisch ist und von der Realität nach rund zwei Monaten überholt wurde.

Nur vorübergehend aufgebracht

Allerdings sagt der UBZ auch: „Üblicherweise übernimmt eine Markierungsfirma nur bis Ende September eine Gewährleistung. Hier wurde im November die Markierung aufgebracht, daher auch nur vorübergehend.“ Dass die Markierungen auf der Fahrbahn nicht ewig halten, war somit eingeplant. Dass sie sich jedoch schon nach nur zwei Monaten auflösen, wohl eher nicht: „Die schadhaften Stellen werden durch den UBZ ausgebessert.“ Die Kosten belaufen sich nach Angaben der städtischen Tochtergesellschaft auf rund 200 Euro für die Markierung einer Fußgängerquerung in aufgelegter Farbe. Auch sonst gebe es im Stadtgebiet „sicherlich ein paar wenige [weitere Stellen], welche durch die Anzahl der Rollübergänge schon abgenutzt sind“, teilt der UBZ mit. Auch die werde der UBZ nachmarkieren.

Doppel-Schild am Überflieger

Nur wenige Meter weiter, an der neuen Einfädelspur des verbreiterten Überfliegers, stehen sich zwei Schilder gegenseitig im Weg. Beide sehen genau gleich aus und weisen auf die Einfädelung nach links auf die Autobahn in 200 Metern hin. Das erste ist ein provisorisches, also ein mobiles Schild, das zweite das endgültige. Beide stehen wenige Zentimeter hintereinander, das provisorische verdeckt das endgültige. Der Überflieger wurde Mitte Dezember 2021 wieder für den Verkehr freigegeben, damals aber noch mit provisorischen Schildern, weil der Schilderhersteller laut UBZ-Auskunft Lieferprobleme hatte.

Generell sei für die Beschilderung die Autobahn GmbH zuständig, also die bundeseigene Autobahngesellschaft. Mehrere andere provisorische Schilder wurden einige Tage nach der Eröffnung mit Montage der endgültigen Schilder vom UBZ abgeholt, dieses eine hatten die Arbeiter jedoch anscheinend vergessen oder übersehen.

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