Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Warum der neue Quartierstreff auf Sechsmorgen selbst einige Anwohner überrascht hat

In einer ehemaligen Wohnung in der Scheiderbergstraße 47 betreibt das DRK den neuen Quartierstreff. Gewobau stellt die Räume kos
In einer ehemaligen Wohnung in der Scheiderbergstraße 47 betreibt das DRK den neuen Quartierstreff. Gewobau stellt die Räume kostenlos zur Verfügung. Trotz der kurzfristigen Fertigstellung waren rund 30 Bewohner am Mittwoch zur Eröffnung gekommen.

Der Zweibrücker Quartierstreff auf Sechsmorgen wurde so kurzfristig realisiert, dass nicht alle Anwohner die Eröffnung mitbekommen haben. Der Freude tat das keinen Abbruch.

Mit launigen Worten haben Oberbürgermeister Marold Wosnitza, DRK-Geschäftsführer Hans Prager und Gewobau-Chef Jörg Eschmann am Mittwochnachmittag auf Sechsmorgen den neuen, insgesamt dritten Quartierstreff in Zweibrücken eröffnet. Dessen Einrichtung ging so schnell, dass manche Anwohner beklagten, nicht oder zu spät informiert worden zu sein.

Dennoch hatten sich rund 30 Bürger in lockerer Atmosphäre vor der ehemaligen Wohnung in der Scheiderbergstraße unter einem schattigen Pavillon eingefunden, um die Eröffnung zu feiern. Zwar hatten die Verantwortlichen bereits vor eineinhalb Jahren Bemühungen gestartet, einen Quartierstreff auf Sechsmorgen einzurichten, aus mehreren Gründen war es bislang nicht zur Umsetzung gekommen. Denn neben der Erreichbarkeit des Treffs über eine nahe gelegene Bushaltestelle war eine weitere Voraussetzung ein möglichst barrierefreier Zugang zu den Räumlichkeiten. „Wir hatten vor einigen Wochen eine Möglichkeit in der John-F.-Kennedy-Straße. Aber um dorthin zu kommen, waren Treppen hoch und runter zu bewältigen – das ging einfach nicht“, erklärte Jörg Eschmann von der Gewobau.

In drei Tagen mit dem Nötigsten ausgestattet

Als dann im Mehrparteienwohnhaus in der Scheiderbergstraße 47 ein älterer Mann auszog, um künftig im Seniorenheim zu leben, nutzten Gewobau und Rotes Kreuz diese Chance: Innerhalb kurzer Zeit wurde die Wohnung im Erdgeschoss renoviert und mit dem Nötigsten ausgestattet. „Ich hatte nur drei Tage, das wird alles noch“, sagte Petra Zur vom Roten Kreuz, die den Quartierstreff betreut. Auf rund 80 Quadratmetern gibt es ein Büro, eine Kreativwerkstatt-Kinderecke mit Spielzeug und Sitzsäcken, Toiletten, eine Küche, einen größeren Raum, den Petra Zur „Plauderzimmer“ nennt, sowie einen Besprechungsraum mit Sofa und Sesseln.

Pläne gibt es laut Zur einige: Einmal in der Woche soll es Frühstück geben, für die Kinder ist ein eigenes Bastel- und Spielprogramm vorgesehen, einmal wöchentlich soll außerdem ein Kaffeekränzchen „mit Bewegung“ – abgestimmt auf ältere Menschen – für sportliche Betätigung sorgen. Einziges Manko: Die Wohnung ist nicht wirklich barrierefrei. Obwohl im Erdgeschoss gelegen, muss man vier Treppenstufen überwinden. Allerdings sei der Gang breit genug, dass Senioren mit dem Rollator genug Platz haben.

An Werktagen täglich für zwei Stunden geöffnet

Der Quartierstreff Sechsmorgen ist der dritte in der Stadt und laut Marold Wosnitza der erste, der nicht von Land und/oder Bund gefördert wurde. Die Gewobau stellt die Räume kostenlos zur Verfügung, das Rote Kreuz sorgt für das Personal. Ziel des Quartierstreffs ist es laut Wosnitza, „dass die Menschen wieder mehr zusammenrücken“, sich hier treffen, miteinander plaudern, aber auch eine Ansprechpartnerin für Probleme aller Art finden – von der Behördenpost über Amtsgänge und Probleme mit der Gewobau bis hin zu Besorgungen.

An Werktagen täglich für zwei Stunden öffnet Petra Zur den Treff, allerdings immer zu unterschiedlichen Zeiten. Diese sind montags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr, dienstags und freitags von 10 bis 12 Uhr und mittwochs von 9 bis 11 Uhr. Im Wohngebiet Sechsmorgen leben Hans Prager zufolge rund 1000 Menschen aller Altersstufen, die mit dem kostenlosen Angebot angesprochen werden sollen.

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