Handball
VTZ Saarpfalz zeigt in Nieder-Olm zu wenig Kampfgeist
Die Enttäuschung war Philip Wiese, Trainer des Oberligisten VTZ Saarpfalz, am Sonntag nach dem Spiel beim TV Nieder-Olm anzumerken. Nicht dass, sondern die Art und Weise, wie die VTZ verloren hatte, tat weh. Der Kampfgeist, der die Zweibrücker in allen Spielen bisher trotz Sieglosigkeit ausgezeichnet hatte, habe „diesmal gefehlt“, bedauerte Wiese. Nieder-Olm siegte mit 32:21 (17:11).
Das Spiel war ein Spiegel der vorangegangenen schwierigen Trainingswoche. Zu viele Spieler hatten aus verschiedenen Gründen immer mal passen müssen. Der angeschlagene Dominik Rifel konnte am Sonntag nicht spielen. „All das zeigt dann eben Wirkung“, analysierte Wiese. Der VTZ unterliefen zahlreiche Fehler in der Halle mit Harzverbot. Das nutzte Nieder-Olm, um sich quasi im Gegenstoß-Tempo schon früh auf den Weg zu zwei Punkten zu machen. Yannick Klöckner im VTZ-Tor verhinderte noch eine höhere Führung.
VTZ stellt keine stabile Abwehr
„Wir haben diesmal auch nicht die stabile Abwehr stellen können wie zuletzt“, bilanzierte Wiese. Die Gastgeber setzen sich Tor um Tor ab. Mitte der ersten Halbzeit lagen sie schon 11:5 vorne. Mit dieser Sechs-Tore-Führung ging es auch in die Pause. In der Kabine habe man sich vorgenommen, noch mal alles in die Waagschale zu werfen. Das zwölfte VTZ-Tor durch Thomas Jung ließ kurz Hoffnung aufkeimen. Aber die war drei Minuten später zunichte, denn in dieser kurzen Zeit zog Nieder-Olm von 17:12 auf 21:13 weg – die Vorentscheidung.
So spielten sie
VT Zweibrücken-Saarpfalz: Klöckner, Dentzer (ab 50.) - Kraucevicius (4), Baumgart (1), von Lauppert (4/3) - Michel, Hauck (1) - Kreis (4) - Rolshausen (1), Jung (2), Stauch (2), Flockerzi (2)
Spielfilm: 6:2 (8.), 11:5 (18.), 17:11 (Halbzeit), 17:12 (33.), 24:14 (43.), 32:21 (Ende) - Zeitstrafen: 3:4 - Siebenmeter: 7/3 - 5/3 - Rote Karte: Stauch (46., grobes Foul) - Zuschauer: 90 - Schiedsrichter: Schmitt/Weiß (HV Rheinland).