Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTZ Saarpfalz und Bingen starten im Hinspiel längere positive Serien

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Vor drei Monaten standen sich die Handball-Oberligisten VT Zweibrücken-Saarpfalz und HSG RN Bingen schon in Zweibrücken gegenüber. Im Vorrundenspiel, das im Dezember corona-bedingt abgesagt werden musste, und dann nachgeholt wurde. Beide Teams standen damals maximal unter Anspannung, brauchten wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Vor dem Rückspiel am Samstag in Bingen (Anwurf: 19.30) ist die Lage für beide Teams deutlich entspannter. Beide brauchen zwar noch Punkte. Aber die VTZ Saarpfalz hat noch fünf Spiele Zeit, Bingen sogar noch sieben Partien auszutragen, die genutzt werden können, um die letzten Pünktchen für den sicheren Klassenverbleib zu holen.

Freudentränen bei VTZ nach Hinspielsieg

„Ich will nicht absteigen“, hatte VTZ-Trainer Philip Wiese nach dem 26:23-Hinspielsieg gegen Bingen gesagt. Wiese hatte damals – es war die Phase der großen Personalnot bei der VTZ – sogar selbst gespielt. Wie groß der Druck für die Zweibrücker war, die damals in höchster Abstiegsgefahr schwebten, zeigte sich nach dem Abpfiff. Da flossen sogar Freudentränen und Tränen der Erleichterung. Zum Beispiel auch bei Tomas Kraucevicius, der bei dem Spiel wegen einer Sperre fehlte, am Spielfeldrand mitlitt und erleichtert jubelte, als Tobias Stauch das Handballherz in beide Hände nahm, die Lücke im Binger Abwehrzentrum erkannte und das vorentscheidende 25. VTZ-Tor warf.

Seit diesem Spiel hat sich bei beiden Mannschaften einiges getan. Die VTZ blieb sechs Spiele in Folge ungeschlagen. Noch besser machte es Bingen, das nach der Niederlage in Zweibrücken neunmal ungeschlagen aus der Halle ging, bis der TV Homburg die Binger Siegesserie hauchdünn beendete. „Die haben einen Super-Lauf, viel Selbstbewusstsein, gerade zu Hause“, weiß daher VTZ-Trainer Wiese. Ob die Binger dieses Selbstvertrauen konservieren konnten, wird sich am Samstag zeigen. Die HSG war letztmals vor Ostern am Ball.

VTZ eher im Spielrhythmus als Bingen

„Ob das ein Vorteil oder Nachteil ist, kann ich nicht beurteilen“, sagt Wiese. Dass die Zweibrücker im Spiel-Rhythmus sind, „ist für uns auf jeden Fall gut“, findet er. Auch bei den Zweibrückern ging es zwei Wochen nach dem Bingen-Spiel aufwärts. Abderrahmane Belhadi und Lasse Finck schlossen sich der Mannschaft an, was der VTZ-Spielstärke gut tat. „Es hat sich auch bewahrheitet, dass der Spielplan so gestaltet war, dass für uns die Vorrunde das schwierigere Programm war“, erinnert Wiese.

Ein Erfolgsrezept im Abstiegskampf verrät er auch: „so wenig wie möglich auf die Tabelle schauen“. Das macht er zwischenzeitlich wieder öfter, „aber noch ist die Tabelle in dieser außergewöhnlichen Situation nicht begradigt“, sagt er. Auch die VTZ hat wegen eines Nachholspiels am kommenden Wochenende einen Doppel-Spieltag zu Hause. „Danach würden wir gerne den Klassenverbleib feiern“, blickt Wiese schon mal voraus. Ein, zwei mitgebrachte Pünktchen aus Bingen würden dieses Vorhaben stärken. „Und ich könnte auch mal im Party-Bus nach Hause fahren“, bestätigt Wiese lachend, dass ein Sieg mehrere Vorteile hätte.

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