Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTZ Saarpfalz: In der Abwehr gegen Bingen zu wenig Einsatzfreude

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„Chancenlos“, räumte Philip Wiese, Trainer der Oberliga-Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz, nach der verdienten Niederlage der VTZ am Samstag unumwunden ein. 23:30 (8:14) unterlagen die Zweibrücker der Handballspielgemeinschaft vom Rhein, die im dritten Spiel den dritten Sieg feierte.

„Und das haben wir ihnen ziemlich leicht gemacht“, verdeutlichte Wiese, dass vor allem die Art und Weise, wie die Niederlage zustande gekommen war, schmerzte. Von Beginn an hatte die HSG Rhein-Nahe Bingen die Partie im Griff. Weil die VTZ keinen Zugriff in der Abwehr bekam, weil es großteils an Lauf- und Einsatzfreude fehlte. Die ein, zwei notwendigen Schritte, um gemeinsam mit dem Nebenmann in der Abwehr die Lücken zu schließen, wurden zu oft nicht gemacht. „So kann und darf man in der Oberliga nicht Abwehr spielen“, sah Wiese hier einen wichtigen Grund für die verdiente Niederlage.

Nach fünf Minuten führten die Gastgeber 3:0. Zwei Spieler – der wendige Abdelaziz Helaoui und Rückraum-Shooter Henrik Walb, auf die Wiese und sein Trainerkollege Kai Schumann die VTZ-Abwehr besonders aufmerksam gemacht hatten – hatten sich da schon in die Torschützenliste eingetragen. Dominik Rifel brach den VTZ-Torbann, traf zum 1:3-Anschlusstreffer, dem das 2:3 durch Moritz Michel folgte. Ein Signal zur Wende im Spiel war es nicht. Bingen dominierte, lag Mitte der ersten Halbzeit mit vier Toren vorne, baute den Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff auf sechs Treffer aus. Wiese beschönigte nichts: „Norman Dentzer hat noch gut gehalten. Sonst wäre der Rückstand noch höher gewesen.“

Dentzer und Belhadi verhindern Schlimmeres

Dentzer gehörte zu den Spielern, die dazu beitrugen, dass sich die VTZ im dritten Spiel nicht eine ganz schmerzliche Pleite einfing. Der zweite Spieler, der die Niederlage zumindest im erträglichen Rahmen hielt, war Abdu Belhadi. Der durfte wieder auf seiner Lieblingsposition in der Rückraummitte beginnen und knüpfte an seine gute Leistung gegen Homburg an. Zwölfmal traf er, war der einzige Zweibrücker Angreifer, der einen Strafwurf im HSG-Tor unterbrachte.

Einen komplett gebrauchten Tag erwischten Robin von Lauppert, der am Kreis begann, weil Julian Kreis beruflich verhindert war, und Routinier Tomas Kraucevicius. Die rechte VTZ-Angriffsseite kam in Bingen nie in Tritt. „Wir haben viel durchgewechselt“, sagte Wiese. Aber es blieb eine klare Angelegenheit für Bingen.

So spielten sie

VTZ Saarpfalz: Dentzer - Kraucevicius, Belhadi (12/1), Rifel (1) - Graff, Michel (1) - von Lauppert (1) - Baumgart (4), Buchheit, Rolshausen (2), Stauch (1), Flockerzi (1)

Spielfilm: 8:4 (14.), 9:5 (22.), 14:8 (Halbzeit), 21:12 (44.), 25:16 (53.), 30:23 (Ende) - Zeitstrafen: 4:4 - Siebenmeter: 6/4 - 4/1 - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Höger/Hehn (HV Pfalz).

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