Handball
VTZ Saarpfalz hat beim ambitionierten Spitzenklub TV Homburg nichts zu verlieren
Nur zwölf Kilometer liegen zwischen Homburg und Zweibrücken. Abgesehen vom Stadt-Derby ist es also die kürzeste Auswärtsfahrt für die Zweibrücker. Was die Entfernung zum Spielort anbelangt, fällt die Partie also unter den Begriff Derby. Sportlich, bestätigt Galla, hat Spiel mit einem Derby aktuell gar nichts zu tun. „Daran denken wir sicher nicht bei diesem Spiel“, unterstreicht er. Denn die Voraussetzungen, um auch nur ansatzweise von Derby-Charakter auszugehen, sind nicht gegeben. Es ist das Spiel des Tabellenletzten beim ungeschlagenen Spitzenreiter – und so groß wie der Tabellen- ist auch der Leistungsabstand beider Mannschaften. „Was aber sicher nicht heißt, dass wir uns kampflos ergeben werden“, macht Galla deutlich.
Nach dem Gesetz der Serie sollte es den Zweibrückern, die in Homburg nichts zu verlieren haben, weil alle einen klaren Sieg des Top-Klubs erwarten, wieder gelingen, ein ordentliches Spiel abzuliefern. Allerdings haben die Homburger in der bisherigen Saison in fast allen Partien klar durchgezogen, nicht gebremst gespielt. Zuletzt auch beim klaren Sieg in Worms. Beim direkten Abstiegskonkurrenten der VTZ spielten die Homburger ihre Schnelligkeit aus, kamen durch Gegenstöße zu einfachen Toren.
TV Homburg: Stark besetzter Kader – und ein Ausnahmespieler
„Die sind auf allen Positionen doppelt besetzt, können ohne große Verluste wechseln“, macht Galla einen enormen Vorteil der Homburger aus. Ein Luxus, den die VTZ vom Saisonstart weg nicht hatte und der an Gewicht gewann, weil mittlerweile einige Spieler mit Blessuren kämpfen. Die Belastung der Spieler richtig steuern ist für Galla daher mit Blick auf die folgenden Spiele gegen direkte Abstiegskandidaten eine wichtige Aufgabe am Samstag. Aus dem Homburger Kader ragt der frühere Bundesliga-Spieler Yves Kunkel hervor. „Der überragende Spieler der Liga. Er trifft und setzt seine Mitspieler gut ein“, sagt Galla. Mit zehn Treffern war Kunkel beim 34:21-Hinspielsieg der Homburger erfolgreichster Torschütze, traf in dieser Runde auch schon 130-mal.
Die beiden besten VTZ-Werfer – Abdu Belhadi und Robin von Lauppert – kommen zusammen auf 140 Tore. Auch daran zeigt sich, warum Homburg um den Aufstieg spielt und Zweibrücken gegen den Abstieg kämpft. „Wir spielen uns ja noch Torchancen heraus, aber wir lassen viel zu viele davon liegen“, weiß Galla, der das Hinspiel noch als Zuschauer verfolgt hatte, nur zu gut, dass seine Mannschaft viel Aufwand betreiben muss, um zum Torerfolg zu kommen.