Zweibrücken
VTZ Saarpfalz empfängt am Sonntag mit neuem Trainer-Duo Wiese/Schumann HSG Worms
Spielfreude gewinnen, ein paar gute Ergebnisse erzielen, was die Spielfreude umso schneller wachsen lassen würde: Das sind die wichtigsten Ziele, die sich das neue Trainergespann des Handball-Oberligisten VT Zweibrücken-Saarpfalz, Philip Wiese und Kai Schumann bis zum Rundenende gesetzt hat. Am Sonntag feiern sie ihre Premiere als Oberliga-Trainer gegen die HSG Worms ( 18 Uhr, Westpfalzhalle).
Ursprünglich sollten sie ja erst ab kommender Runde die VTZ trainieren. Kurz vor Jahreswechsel wurden sie gefragt, ob sie sich nicht doch vorstellen könnten, jetzt schon einzusteigen. „Das war sicher nicht der Plan. Aber der Verein wollte eine interne Lösung, deshalb haben wir ja gesagt“, sagt Kai Schumann, und Philip Wiese ergänzt: „Es hätte wohl weniger Sinn gemacht jetzt noch für fünf, sechs Monate eine Interimslösung zu suchen“.
Mit viel Ernsthaftigkeit geht das Duo, das sich bestens kennt, sportlich gemeinsam VTZ-Geschichte geschrieben hat, das neue Amt an. Kai Schumann, 42 Jahre alt und Lehrer an der kaufmännischen Berufsschule in Neunkirchen, spielte von 2002 bis 2012 für die VTZ. Er war der Denker und Lenker im Zweibrücker Spiel. Philip Wiese, 33 Jahre, beim Bauamt der Stadt Zweibrücken beschäftigt, war einer, der im linken Rückraum oder am Kreis von Schumanns Vorarbeit profitierte und sie oft erfolgreich verwertete. Der Torschütze vom Dienst der VTZ, auch zentral in der Abwehr nicht wegzudenken, beendete mit Ablauf der vergangenen Saison seine Karriere.
Schon Trainer-Duo bei der Jugend
Aber nicht nur als Spieler, auch als Trainergespann kennen sich Wiese und Schumann bereits gut, wissen, wie der andere tickt. Die E- und D-Junioren, für die auch ihre vier Jungs spielen – zwei Wieses, zwei Schumänner – trainieren sie gemeinsam. „Das behalten wir auch auf jeden Fall bei“, unterstreicht Kai Schumann. So wie bisher bei der Jugend verfahren beide auch bezüglich der Trainingsgestaltung bei den Aktiven. „Wir sprechen alles ab, mal setzt der eine die Schwerpunkte im Training, mal der andere. Das hängt immer von verschiedenen Dingen ab“, erläutert Wiese. „Natürlich wenden wir jetzt deutlich mehr Zeit für den Handball auf. Aber das funktioniert, zumal ja auch Marek Galla noch mit dabei ist, der sich im Schwerpunkt um die zweite Mannschaft kümmert, und das Trainerteam für die Jugend für kommende Runde auch auf eine breitere Basis gestellt werden wird“, erklärt Schumann.
Aktuell sind beide vor allem intensiv damit beschäftigt, am Kader für die kommende Runde zu basteln. „Darauf hatten wir uns ursprünglich konzentrieren wollen“, unterstreicht Wiese. Aber auch das werde untereinander abgestimmt. In die verbleibenden 14 Rundenspielen geht die VTZ aktuell mit einem nahezu unveränderten Kader. Verlassen hat die Zweibrücker Kreisläufer Patrick Bach. Moritz Michel, der aktuell leicht angeschlagen ist, und Jannik Flockerzie aus der zweiten Mannschaft rücken enger an den Kader heran, und Tobias Stauch hilft auch aus.
In Pause Wehwehchen auskuriert
Spielerisch wollen die beiden ein paar neue Ideen und Spielzüge einbringen. Nicht allzu viele. „Die Mannschaft ist ja taktisch gut geschult, die Basis stimmt“, sind sich Wiese und Schumann einig. Positiv sei, dass alle Spieler derzeit fit seien, Wehwechen in der Pause auskuriert werden konnten. Das Hinspiel in Worms gewann die VTZ klar mit 31:23. Aber die Wormser kommen mit breiter Brust nach Zweibrücken, siegten zuletzt dreimal in Serie und haben nach der Weihnachtspause bereits ein Spiel bestritten und so im Gegensatz zur VTZ schon Spielpraxis gesammelt.