Handball
VT Zweibrücken-Saarpfalz verliert Kellerduell beim Aufsteiger
Für die siegreichen Rheinhessen war dieser Sieg wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, den sie kletterten dank dieses Erfolgs auf den 13. Rang hoch.
Damit zog der Aufsteiger auch an der VTZ Zweibrücken-Saarpfalz vorbei, die tief im Tabellenkeller auf dem vorletzten Platz sitzen bleibt. Tief enttäuscht war VTZ-Interimstrainer Marek Galla vom Auftritt seiner Mannschaft in diesem für den Kampf gegen den Abstieg so wichtigen Spiel. „Wenn man in einer Halbzeit 20 Gegentore bekommt, ist alles gesagt“, zog Galla ein bitteres Fazit.
Unnötige Fehler
Im Kellerderby setzte seine Mannschaft kaum etwas von dem um, was in der Vorbereitung auf die wichtige Partie besprochen worden war. „Wir haben wieder so viele unnötige Fehler gemacht“, bilanzierte Galla. Einfachstes Handball-Einmaleins, zum Beispiel bei der Manndeckung, wurde nicht beachtet.
Ganz anders war das Auftreten der Gastgeber. Zwei Spieler des Aufsteigers – Julian Sehls und Heinrich Löwen – zeigten den Zweibrückern vom Anpfiff weg die Grenzen auf. Sehls, Spezialist im Eins-gegen-eins, traf zum 1:0. Löwen, der mit seinen acht Toren gegen die VTZ seine Feldtorbilanz in dieser Saison auf 97 schraubte – einen erfolgreicheren Werfer aus dem Spiel heraus gibt es derzeit in der Oberliga nicht – markierte das 2:0 und 3:0, ehe Sehls, der insgesamt 15 Tore erzielte, zum 4:0- Zwischenstand erhöhte.
Rolshausen bricht den Bann
Per Strafwurf brach Hendrik Rolshausen dann endlich den VTZ-Torbann. Bis zur 14. Minute hielt die VTZ die Partie offen. Der angeschlagene Raimonds Trifanovs in seinem letzten Spiel im VTZ-Trikot – seine Aushilfe endete vereinbarungsgemäß nach dieser Partie – verkürzte auf 5:7. Danach begann die HSG die Partie zu dominieren. „Wir haben keinen Zugriff mehr bekommen, haben sehr viel falsch gemacht, sie mit unseren Fehlern zum Tore werfen eingeladen“, beschrieb Galla die verbleibenden 16 Spielminuten. Auf 20:13 zogen die Gastgeber weg.
Dieser Trend setzte sich im zweiten Durchgang fort. Positiv war, mit Blick auf das kommende Jahr, dass Moritz Baumgart nach seiner Finger-Operation erstmals wieder spielen konnte. Akzente konnte er aber noch nicht setzen. „Wir haben uns das ganze Spiel sicher ganz anders vorgestellt“, bekannte Galla. Dass ohne Harz gespielt wurde, „will ich gar nicht als Ausrede hören. Da haben ganz andere Dinge gefehlt“, stellte der Trainer fest. Wichtig sei, dass die Mannschaft über die Weihnachtstage den Kopf frei bekomme.
So spielten sie
VTZ Saarpfalz: Dentzer, Glöckner - Kraucevicius (1), von Lauppert (4/4), Rifel (1) - Graff (2), Rolshausen (6/2) - Kreis (2) - Belhadi (1), Trifanovs (2), Baumgart (2), Michel, Stauch, Buchheit
Spielfilm: 4:0 (6.), 7:5 (14.), 12:5 (20.), 20:13 (Halbzeit), 27:17 (45.), 34:21 (Ende) - Zeitstrafen: 3:4 - Siebenmeter: 9/6 - 7/6 - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Höger/Hehn (Pfälzischer HV).