Handball
VT Zweibrücken-Saarpfalz: Trainer Galla hält sich (noch) bedeckt
„Dies ändert sportlich bei mir gar nichts in dieser Runde“, sagt VTZ-Trainer Marek Galla vor dem Duell gegen den Tabellenvierten HSG Rhein-Nahe Bingen am Sonntag (Anwurf: 17 Uhr, Westpfalzhalle). Gallas Ziel: „Einen Nichtabstiegsplatz belegen“. Sieben Spiele bestreitet die VTZ noch. Von 14 möglichen will Galla „mindestens sechs Punkte mit der Mannschaft noch holen“. Dass die Chance besteht, dass sich die VTZ nicht als Absteiger in die Spielgemeinschaft verabschiedet, daran hat Galla großen Anteil. Im November übernahm er die VTZ; wissend, dass man im Abstiegskampf steckt. Dem 42-Jährigen gelang es, das Team zu erreichen.
Er besitzt Erfahrung als Co-Trainer in der Oberliga und in der Dritten Liga. Die damalige VTZ-Zweite coachte er in die Saarlandliga. Was der Trainer Galla, der stark im Jugendbereich engagiert ist, bewegen kann, hat sich längst herumgesprochen. Dem Handball-Fachmann, der als Teamleiter bei Kubota in Zweibrücken arbeitet, liegen mehrere Anfragen vor, ein Traineramt zu übernehmen. Darunter das Angebot der neuen Zweibrücker Spielgemeinschaft, die zweite Mannschaft in der Saarlandliga zu trainieren.
Galla: „Ich habe mich noch nicht entschieden“
„Ich habe mich noch nicht entschieden“, sagt Galla. Und meint damit, dass er grundsätzlich noch nicht entschieden habe, ob er kommende Saison überhaupt als Trainer im Aktivenbereich arbeiten will. „Ich bin jetzt im 17. Jahr bei der VTZ. Ob als Spieler oder als Trainer. Immer mit Verpflichtungen, immer Verantwortung tragend“, betont er. Die Sehnsucht zu pausieren, die Batterien neu aufzuladen, mehr Zeit für die Familie zu haben, sie wächst. Gerade die laufende Saison „ist sehr anstrengend“, so Galla.
Nach Corona hat sich vieles geändert. Stichwort Verbindlichkeit. Früher selbstverständlich, gebe es die heute oft nicht mehr. „Wenn wir als Spieler gesagt haben, wir machen das, haben wir es gemacht. Das ist heutzutage nicht mehr für jeden selbstverständlich“, beschreibt Galla eine Komponente, die das Trainerleben erschwert. Trotzdem hat er natürlich die Entwicklungen rund um das geplante künftige Saarlandliga-Team im Auge. Da sei noch vieles offen, sagt er. Er weiß, dass zum Beispiel auf SV-Seite die Wöschler-Brüder nicht mehr im Saarlandliga-Team spielen werden.
„Vielleicht können wir sie ein bisschen ärgern“
„Mal abwarten“, sagt Galla. Er wird in sich hineinhorchen, sich mit seiner Familie besprechen, sportliche Entwicklungen abwarten und sich möglicherweise, wie bei seinem Amtsantritt im November, doch wieder seinem Herzenssport Handball verpflichtet fühlen. Auch wenn er sich gerade nicht verpflichten lassen will.
Der Fokus liegt auf der laufenden Runde. Bingen, das eine starke Mannschaft habe, stehe bei der Sechs-Punkte-Mission nicht als Muss auf der Liste. Mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen in Serie „können wir sie aber vielleicht ein bisschen ärgern“, hofft der VTZ-Coach.