Saarbrücken Verletzt und bedroht: Warum Polizei eigene Ermittlungsgruppe gründet
Zwei verletzte Jugendliche und drei Raubdelikte sind die Bilanz einer Jugendbande, die laut Polizei immer wieder in Saarbrücken zuschlägt. Auch am Samstag kam es zwischen 16.30 und 18.10 Uhr zu drei Überfällen in der Saarbrücker Innenstadt. Obwohl es laut Polizei in zwei Fällen lediglich beim Versuch blieb, haben zwei Jugendliche leichte Verletzungen erlitten. Die Täter sollen die Jugendlichen auch bedroht haben. Die Polizei spricht inzwischen von einer Serie von Raubüberfällen, die allesamt ab dem 1. Weihnachtsfeiertag sowie wenige Tage später in Saarbrücken verübt worden waren. Bei den Überfällen Ende vorigen Jahres sollen Mitglieder einer Jugendbande etwa zwei 15-Jährige verfolgt, sie gegen eine Wand gedrückt, mit einem Messer bedroht und sie gezwungen haben, ihnen Handys und Bargeld zu übergeben. Die Ermittler gehen davon aus, dass hinter den Taten dieselbe Tätergruppe steckt – dabei soll es sich um mehrere Jugendliche mit arabischem Erscheinungsbild handeln. Weil sich die Überfälle innerhalb weniger Tage häufen, hat der Kriminalermittlungsdienst der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt die „Ermittlungsgruppe Straße“ gegründet, die die Täter fassen soll. Aus ermittlungstaktischen Gründen können aktuell weder weitere Erkenntnisse noch Angaben zu kriminaltaktischen Maßnahmen bekanntgegeben werden, sagt die Polizei.