Zweibrücken Ungeschlagen, fast wie im Traum

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ZWEIBRÜCKEN. Das war ein Novum bei den Senioren des Tennisclubs Weiß-Blau Zweibrücken: Erstmals in der Vereinsgeschichte hat eine Mannschaft der Kategorie Herren 55 den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Nach dem Aufstieg in die Oberliga im vergangenen Jahr gelang dem Team um Spielführer Norbert Schmitt in dieser Medenrunde ungeschlagen erneut die Meisterschaft und damit der direkte Durchmarsch in die Regionalliga.

„Dass wir Meister geworden sind und aufsteigen, ist wie ein Traum“, beschreibt Joachim Benoit, Spieler der Herren 55 und Zweiter Vorsitzender des TC Weiß-Blau Zweibrücken, im Rückblick seine Gefühle. „Nach kurzer Überlegung haben wir uns im Verein entschlossen, das Abenteuer Regionalliga in Angriff zu nehmen. Wir müssen wir uns natürlich noch nach einer oder zwei Verstärkungen für die vorderen Positionen im Team umsehen, damit wir im nächsten Jahr nicht unter die Räder kommen und sang- und klanglos wieder absteigen.“ Das spannende Rennen bis zum Erreichen des Meistertitels war bis zum letzten Spieltag offen. Mit sieben Siegen über den TC Beckingen (16:5), beim TC Thalexweiler (16:5), bei den Tennisfreunden Budenheim (12:9), gegen die SG St. Wendeler Land (16:5), beim TC Hassloch (18:3), gegen den TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim (13:8) sowie im letzten Spiel in Saarbrücken mit 17:4 beim TC Rotenbühl fuhren die Zweibrücker Tennisspieler mit 14:0-Punkten und 108:39 Matches ungeschlagen die Meisterschaft in der Oberliga ein. Die neun Senioren, denen dieses Kunststück gelang, waren Gerhard Glomb, Gunther Berg, Joachim Benoit, Peter Backes, Dieter Birk, Jürgen Graf, Jiri Krejza, Walter Schneble und Spielführer Norbert Schmitt. Mit einer weißen Weste von sieben Einzelsiegen wiesen dabei Zweibrückens Glomb und Kapitän Schmitt die beste Einzelbilanz der Mannschaft auf. Die beiden Spiele, die im Nachhinein richtungsweisend für den Titelgewinn waren, gingen am dritten und am letzten Spieltag über die Bühne. Im Auswärtsspiel bei den Tennisfreunden aus Budenheim – am Ende Vizemeister – stand es nach den Einzeln 6:6-Unentschieden. Durch den Gewinn von zwei Doppeln hatte WB Zweibrücken aber am Ende mit 12:9 die Nase vorn. Und auch am letzten Spieltag beim abstiegsgefährdeten Saarbrücker Club TC Rotenbühl konnte sich Zweibrücken keinen Ausrutscher leisten, denn bei Punktgleichheit mit Budenheim hätte Zweibrücken das schlechtere Matchverhältnis gehabt. „Nur der Sieg zählt heute“, gab WB-Spielführer Schmitt deshalb im Vorfeld die Marschroute aus. Am Ende siegten die Zweibrücker zwar mit 17:4-Erfolg; das Ergebnis war aber knapper, als es aussieht. Nach einem 8:4-Zwischenstand für Weiß-Blau nach den Einzeln wurden nämlich zwei von drei Doppeln erst im Champions-Tiebreak entschieden. Aber nach dem letzten Ballwechsel konnten die WB-Senioren dann doch den Aufstieg gebührend feiern. Nun geht der Blick nach vorne und richtet sich auf die Planungen für die Regionalliga. In der Regionalliga Südwest (Gruppe 23 NO) warten auf die Zweibrücker definitiv der Offenbacher TC, der TC SW 1896 Landau, der TVH Rüsselsheim und der TC RHW Neuwied als Gegner. Zwei weitere Teams sind noch offen, weil in einigen Verbänden die Medenrunde noch nicht abgeschlossen ist. „Oberste Prämisse ist auf jeden Fall der Klassenerhalt“, gibt der Zweite Vorsitzende des TC Weiß-Blau, Joachim Benoit, als Saisonziel für 2017 aus. „Dass das nicht leicht wird, steht zweifellos fest. Doch wir werden unser Bestes geben, um das zu schaffen.“

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