Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Umfrage: Gehen Sie gerne auf Weihnachtsmärkte?

Größere Märkte – wie hier in Trier – sind nicht jedermanns Sache.
Größere Märkte – wie hier in Trier – sind nicht jedermanns Sache.

Wir haben uns umgehört, ob kleine, familiäre Weihnachtsmärkte besser gefallen oder eher solche in größeren Städten. Und was unbedingt zum Markt dazugehören sollte.

Frank Werner betreibt in der Alten Ixheimer Straße den Laden Headline. „Ich gehe selten auf den Weihnachtsmarkt. Wenn ich gerade unterwegs bin, schlendere ich mal kurz drüber. Aber meist alleine. Mit Freunden treffe ich mich nicht dort. Ich bin ja immer in meinem Geschäft eingespannt. Deshalb besuche ich – wenn überhaupt – den in Zweibrücken. Ich kann nicht großartig wegfahren. Und weil ich in der Stadt wohne, gehe ich natürlich auf den Zweibrücker Weihnachtsmarkt. Dort kann ich auch mal einen Glühwein trinken und muss nicht mehr Auto fahren. Aber die Atmosphäre muss stimmen. Wenn Schnee liegt, passt es. Wärme und Regen geht nicht. Ich war aber auch schon mal in Nürnberg auf dem Christkindlmarkt. Aber der ist fast schon überlaufen. Zu viel Rummel ist auch nicht schön“, sagt Werner.

Frank Werner
Frank Werner

Bernd Hartfelder wohnt in Ernstweiler. „Ich gehe gern auf Weihnachtsmärkte. Ich mag einfach das Flair. Aber ich bin nicht jeden Tag dort. Und als Zweibrücker gehe ich natürlich nach Zweibrücken. Und nach Ernstweiler. Der war immer an der Ecke neben der Kirche. Das wird mit Sicherheit wieder schön. Kleine, gemütliche Märkte sind mir lieber als große. Wir waren auch schon mal in Köln, der war mir zu groß. Schön war der in Heidelberg: Der war in der ganzen Innenstadt verteilt, das war auch toll. In Ernstweiler habe ich aber einfach mehr Bezug. Man kennt die Leute, dort war auch der Kindergarten immer involviert.“

Bernd Hartfelder
Bernd Hartfelder

Jens Hellenthal hat seine Tochter Sofia auf dem Arm und behauptet, er sei noch nie auf dem Zweibrücker Weihnachtsmarkt gewesen. Bis ihn seine Frau korrigiert: Mit ihr zusammen hatte er vor rund zehn Jahren doch schon mal den Zweibrücker Weihnachtsmarkt besucht. „Weihnachtsmärkte sind für mich arbeitsbedingt schwierig“, sagt Hellenthal. Wenn er die Zeit dafür hätte, würde er allerdings gerne einen Weihnachtsmarkt in der Umgebung besuchen. Allerdings nur einen der kleineren. „Dahoam is scheen“, meint er. Die großen Weihnachtsmärkte seien zu anonym. Außer der in Wien: „Der würde mich interessieren. Die haben eine große Eisfläche, das würde ich gerne mal sehen und erleben“, erklärt der Eishockeyfan.

Jens Hellenthal mit Tochter Sofia
Jens Hellenthal mit Tochter Sofia

Irina Feth schlägt in die gleiche Kerbe. Sie war schon auf mehreren Weihnachtsmärkten. „Zweibrücken, Homburg und Saarbrücken“ zählt sie auf. Und erklärt das Homburger Weihnachtsdorf zum schönsten. „Wegen der Eisfläche. Unser Eiskunstlauf-Verein Skate & Fun aus Zweibrücken tritt dort zweimal auf, am 11. Dezember um 15 Uhr und am 14. Dezember um 19 Uhr. Ich laufe selbst gerne Schlittschuh. Und wenn man das dort kann, ist noch mehr weihnachtliche Stimmung. Und Schnee hilft natürlich auch. Glühwein, Waffeln, ich mag die Stimmung, die Musik, die Lichter, die fröhlichen Menschen.“

Irina Feth
Irina Feth

Angelique Reiher-Klein liebt regionale Weihnachtsmärkte. „Diese Veranstaltungen sollte man unterstützen. Da sind die Vereine vertreten, die man unterstützen sollte. Ich mag die in Zweibrücken und Homburg. Mit Familie und Freunden gehen wir dort hin. Ich habe schon selbst an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt gearbeitet, für den Kegelverein. Mit den Einnahmen haben wir hauptsächlich die Jugendarbeit finanziert. Jeder hat eine Schicht übernommen, für jeden war es wenig Aufwand. In der Vertiefung Alexanderplatz früher war es enger und kuscheliger als heute. Heute verläuft es sich eher.“ Zimtwaffeln und Glühwein sind für sie ein Muss.

Angelique Reiher-Klein
Angelique Reiher-Klein

Sandra Schwebius wohnt in Zweibrücken und arbeitet in Homburg. Generell geht sie nicht auf auswärtige Märkte. Für den Eishockeyverein EHC Zweibrücken hat sie mit anderen einen eigenen Stand auf die Beine gestellt. „In Stuttgart oder Ludwigsburg waren wir zwar schon, aber das war mir zu groß und zu anonym. Ich mag es, Leute zu treffen, die ich kenne. Die Stimmung, das Ambiente, das Wetter muss stimmen. Kalt und trocken muss es sein“, erzählt sie.

Sandra Schwebius
Sandra Schwebius
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