Zweibrücken
UBZ sucht neuen Chef
Wer neuer UBZ-Vorstand wird, soll nach Auskunft des UBZ bis März 2023 feststehen. Um das Auswahlverfahren kümmert sich die UVE GmbH für Managementberatung aus Berlin. Die Stelle wurde im September ausgeschrieben, am Montag endete die Bewerbungsfrist. Wie viele Bewerber es gab, ob sie bereits bei der UBZ arbeiten und woher mögliche externe Kandidaten kommen, wollte UVE-Geschäftsführer Hamid Saberi auf Anfrage der RHEINPFALZ nicht mitteilen. Dass die Ausschreibung auch außerhalb von Zweibrücken und Umgebung auf Interesse stößt, kann sich Oberbürgermeister Marold Wosnitza vorstellen. „Ich möchte nicht ausschließen, dass sich jemand von außerhalb bewirbt“, sagt Wosnitza, der auch Verwaltungsratsvorsitzender des UBZ ist. Der Verwaltungsrat besteht neben dem Vorsitzenden aus 14 Mitgliedern, die die Stadtratsfraktionen bestimmen. Er entscheidet sich für einen Kandidaten, anschließend muss der Stadtrat zustimmen.
Werner Boßlet ist seit 2009 Vorstandsvorsitzender des Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken. Der gebürtige Reifenberger kam 1977 zur Stadtverwaltung und arbeitete lange im Bauamt, ehe er 1991 als Stellvertreter zum damaligen Entsorgungsbetrieb wechselte. Er war außerdem Mitgeschäftsführer des Zweibrücker Flughafens. Boßlets Stellvertreterin ist seit Mai 2015 Nicole Hartfelder. Sie war auf Eckart Schwarz gefolgt, der Werkleiter der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land wurde. Der UBZ kümmert sich unter anderem um die Müllabfuhr, die Spielplätze, den Rosengarten, die Friedhöfe, das Abwasser, den Hochwasserschutz und das Straßennetz.
Noch viel mehr Dinge übers Internet erledigen
Im Gespräch mit der RHEINPFALZ hatte Boßlet im Sommer gesagt, dass er vor seinem Ruhestand noch die Digitalisierung vorantreiben möchte. Intern laufe das schon lange. So seien bereits alle Akten digitalisiert. Aber er möchte, dass die Zweibrücker noch viel mehr Dinge übers Internet erledigen können: „Unser Kundenportal wird noch nicht so genutzt, wie ich mir das wünschen würde.“ Zu Ende bringen – „weil ich da massiv mitgearbeitet habe“ – möchte er das Thema ZAS (Zweckverband Abfallverwertung Südwestpfalz). Dieser Zusammenschluss der Städte Landau, Zweibrücken und Pirmasens sowie der Landkreise Südwestpfalz, Südliche Weinstraße und Germersheim hatte sich 1987 gegründet, und er löst sich Ende 2023 auf. Bereits 2020 hat der ZAS beschlossen, die Müllverbrennungsanlage in Pirmasens zu verkaufen.