Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel TSC Zweibrücken: Mission mit vielen Fragezeichen

Die Neuzugänge des TSC Zweibrücken präsentieren sich dem Fotografen (vorne von links): Lukas Volberg, Francis Sesai, Jonas Schäf
Die Neuzugänge des TSC Zweibrücken präsentieren sich dem Fotografen (vorne von links): Lukas Volberg, Francis Sesai, Jonas Schäfer, Murat Dogan, (hinten von links): Trainer Björn Klos, Lennardt Vogt, Tom Dahler, Juan Manuel Coral Palacio, Juan Rios, Mirco Tüllner.

Björn Klos ist nicht zu beneiden. Der neue Trainer von Landesligist TSC Zweibrücken muss nicht weniger als einen Umbruch organisieren.

Großer Umbruch beim Landesligisten TSC Zweibrücken. Nach dem Aderlass von vielen wichtigen Stammspielern hat Zweibrückens neuer Trainer Björn Klos die schwere Bürde auf sich genommen, um aus vielen neuen Spielern ein harmonisches Gebilde zusammen zu setzen und aufzubauen, mit dem er in der Landesliga bestehen kann.

Trainer erwartet „keine leichte Runde“

Der neue TSC-Trainer, der auch in Zweibrücken wohnt, war zuletzt Coach beim SV Merchweiler, der in der Saarlandliga spielt. Als Spieler hat Klos in der Jugend des SV Bildstock im Saarland mit dem Fußballspielen angefangen, wechselte dann in der B- Jugend zur SV Elversberg. In den aktiven Bereich startete Klos beim SV Friedrichstal auf der Position des Innenverteidigers.

Seine erste Station als Spielertrainer war wiederum der SV Bildstock, bevor er zu Borussia Neunkirchen wechselte. Seit 2022 war er beim SV Merchweiler, mit dem er in die Saarlandliga aufstieg. Jetzt ist Klos an seinen Wohnort zurückgekehrt. Dort hat er die Nachfolge von Özal Acher angetreten, der zum TuS Steinbach wechselte.

Mit dem Traineramt beim TSC hat Klos eine schwere Aufgabe übernommen. „Es wird keine leichte Runde für uns“, beschreibt der Trainer die Lage. „Ich habe in der Offensive zum Beispiel mit Quincy Henderson, Alex Styben und Tim Wachall gleich drei Stürmer verloren, die im letzten Jahr den Großteil der Tore erzielt hat. Dazu kommen noch aktuell die Langzeitverletzten dazu“, beschreibt Klos die Misere. So fehlen zum Beispiel Jonathan Kauf und Enver Belulji wegen Kreuzbandverletzungen.

Flexible Grundausrichtung anstreben

Auch Stürmer Erik Bischof, der in der Endphase der letzten Runde einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten hat, befindet sich aktuell noch im Aufbautraining, wird somit auch noch eine gewisse Zeit brauchen, bis er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Die Hauptaufgabe von Neutrainer Klos besteht zur Zeit darin, aus den vielen neuen Spielern und den noch verbliebenen „Alten“ in den Trainingseinheiten und Testspielen eine Mannschaft zu formen, die eine flexible taktische Grundausrichtung beherrscht. „Jeder muss auf seiner Position die ihm auferlegten Vorgaben erfüllen und im Mannschaftsverbund zusammen harmonieren. Doch dies wird sicherlich noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis alles klappt“, so Klos weiter. Er hätte sich gewünscht, für diese Aufgaben etwas mehr an Vorlauf in der Vorbereitungszeit zu haben. „Doch wir müssen die Situation so nehmen, wie sie im Moment ist. Wehklagen bringt nichts.“

Auf Grund dieser Gegebenheiten hört sich das Saisonziel von Klos denn auch eher bescheiden an, denn er wäre am Ende mit einem Mittelfeldplatz durchaus zufrieden. Positiv wertet Klos die Tatsache, dass alle seine Spieler im Training, und das vier Mal in der Woche, gut mitziehen, sehr engagiert die Vorgaben von ihm versuchen umzusetzen. Dass dabei noch nicht alles klappt, ist ganz normal, wenn man einen fast komplett neuen Kader auf dem Trainingsplatz hat.

Saisonauftakt in Kirchheimbolanden

Beim Blick auf die Mannschaften der Landesliga sieht Zweibrückens neuer Coach die Teams vom SC Hauenstein und dem SV Hermersberg als sehr spielstark an, hat aber auch die Truppe von Rieschweiler als eine Mannschaft mit viel Potenzial auf der Rechnung.

Zum Start in die Runde muss der TSC Zweibrücken am Samstag, 2. August, auswärts beim SV Kirchheimbolanden antreten. Im ersten Pflichtspiel der Saison musste der TSC am vergangenen Sonntag bereits in der zweiten Pokalrunde beim Bezirksligisten Palatia Contwig antreten. Nach einem 120-minütigen Pokalfight samt Elfmeterschießen stand am Ende eine ernüchternde 3:5-Niederlage - und die Erkenntnis, dass dem neuen Trainer mit seinem Team noch jede Menge Arbeit bevorsteht. Klos’ Befund nach dem Pokal-Aus: „Wir sind aktuell nicht besser als ein Bezirksligist.“ Zum Auftakt der Landesliga-Saison am Samstag in Kirchheimbolanden erhofft sich TSC-Trainer Björn Klos deshalb eine deutliche Leistungssteigerung.

DIE KLASSE , DER KADER

Spielklasse: Landesliga West

Vorjahresplatzierung: Platz drei

Trainer: Björn Klos (41 Jahre alt), verheiratet, eine Tochter (13 Jahre alt, sie spielt in Elversberg Fußball), wurde im Zweibrücker Stadtteil Ernstweiler geboren. Er arbeitet bei der Firma Sonnenplan in Zweibrücken als Projektleiter für Solartechnik.

Veränderungen

Zugänge: Mirko Tüllner (SG Rieschweiler), Tom Dahler, Lennart Vogt, Lukas Vollberg (alle FK Pirmasens), Marc Brünisholz (SV Schwarzenbach), Murat Dogan (SV Reiskirchen ), Jonas Schäfer (FK Clausen), Juan Coral (Olympia Messelin, Kolumbien), Juan Rios (Kolumbien, Olympia Messelin), Francis Sesay (FK Pirmasens)

Abgänge: Jan Rebmann (Borussia Neunkirchen, Dylan Sodji (Borussia Neunkirchen), Marc Arzt (TUS Steinbach), Nico Büchel (TUS Steinbach), Alex Styben (FSV Jägersburg), Tim Wachall ( SV Elversberg), Maximilian Decker, Lars Sefrin (beide SV Großsteinhausen), Emir Suljokovic (TV Althornbach), Quincy Henderson (FC Rodalben)

Kader

Tor: Lucas Schmidt, Tobias Müller, Oktay Halioglu,

Abwehr: Tobias Schön, Jann Tüllner, Juan Coral, Marc Golschewski, Tom Dahler, Lukas Volberg, Marc Brünisholz,Tim Schadrin, Elias Schwarzberg

Mittelfeld: Sebastian Schmitt; Luca Genova, Lennart Vogt, Robin Jung, Jonas Schäfer, Florian Steinhauer, Jonathan Kauf,

Sturm: Fabian Bayer, Mirko Tüllner, Erik Bischof, Enver Belulji, Francis Sesay, Juan Rios

Der Verein

Vorstandsvorsitzender: Wolfgang Schön - Sportlicher Leiter: Hakan Haliloglu - Spielleiter: Jürgen Tüllner - Mitglieder: 560

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