Zweibrücken Trifanovs’ kurze Sommerpause

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ZWEIBRÜCKEN. Zu den Spielern des Handball-Oberligisten VTZ Saarpfalz, die top-fit in die Vorbereitung gestartet sind, gehört Raimonds Trifanovs. „Ich bin im Rhythmus geblieben“, sagt er lachend. Lettische Nationalmannschaft statt Urlaub vom Handball hieß es für den 28-Jährigen in der bisherigen Oberliga-Pause. Bei den ersten Emerging Nations Championships im Kosovo belegte Trifanovs mit Lettland Platz zwei und durfte sich über die Wahl zum besten halblinken Rückraumspieler des Turniers freuen.

„Das lief ganz gut für mich“, sagt Trifanovs zufrieden, der sich jetzt wieder mit der VTZ auf die Oberligarunde vorbereitet. Anfang Juni hatte er das Nationaltrikot übergestreift. Die beiden abschließenden EM-Qualifikationsspiele hatten für die lettische Nationalmannschaft auf dem Plan gestanden. Nach den beiden Erfolgen gegen die Slowakei hatte Lettland auf dem Papier noch Chancen, sich für die EM 2016 in Polen zu qualifizieren. „Aber nur theoretisch, wirklich nur auf dem Papier“, sagt Trifanovs lachend. Denn der Gegner war Favorit Slowenien. „Bei uns fehlten zudem etliche Stammspieler“, sagt Trifanovs über die beiden erwarteten Niederlagen gegen den EM-Teilnehmer. Ein paar Urlaubstage in Lettland hatte der wurfgewaltige Rückraumspieler dann, ehe es wieder hieß: Handballtasche packen, es geht in den Kosovo. Dort ließ der internationale Verband erstmals den Emerging Nations Cup ausspielen. Eingeladen waren Nationalteams aus Ländern, in denen Handball noch nicht den Stellenwert wie in Deutschland hat, sogenannte Handball-Zwerge. Auf den Sieger des 16-Nationen-Turnieres warteten neben 20 000 Franken Preisgeld zahlreiche Handball-Ausrüstungsgegenstände, um den Sport im eigenen Land populärer zu machen – ein wichtiges Ziel der Internationalen Handball-Federation (IHF). Auch in Lettland steht der Handball in der Fan-Wahrnehmung hinter Eishockey und Basketball zurück. Die Letten nutzten das Turnier im Kosovo und warben für ihren Sport: In der Vorrunde setzte sich Lettland mit dem auf der halblinken Rückraumposition spielenden Trifanovs gegen Bulgarien (27:25), Andorra (41:13) und Uruguay (26:24) durch. Im Viertelfinale in Pristina fertigte Lettland Malta problemlos mit 35:14 ab. Im Halbfinale gab es dann ein Wiedersehen mit Uruguay. Die Handball-Fans des südamerikanischen Landes werden sich mit Schrecken an Raimonds Trifanovs erinnern. Der hatte bereits im Gruppenspiel acht Tore zum Sieg der Letten gegen die „Urus“ beigesteuert und war auch im Halbfinale beim 25:21-Erfolg mit neun Treffern der Matchwinner. Den Platz im All-Star-Team hatte Trifanovs nach der Vorstellung sicher. Im Finale traf Lettland auf die Färöer-Inseln und musste sich in einem spannenden Spiel mit 24:27 geschlagen geben. Jetzt konzentriert sich Trifanovs in Zweibrücken wieder auf die Oberliga-Runde mit der VTZ. Die nächsten Aufgaben mit der Nationalmannschaft warten aber bereits. Ukraine, Zypern und Griechenland heißen die kürzlich ausgelosten Gegner in der ersten Qualifikationsrunde für die WM 2017 in Frankreich. (add)

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