Sportler im Advent
Trifanovs hat immer noch Spaß am Handball
Als Raimonds Trifanovs 2016 die VT Z Saarpfalz nach sechs Jahren in der Westpfalz verließ, hatte Ray, wie ihn alle nennen, hier viele Freunde gewonnen. Weil der frühere lettische Nationalspieler zu den elegantesten Rückraumspielern gehörte, die je in Zweibrücken Handball spielten. Vor allem aber auch, weil Trifanovs menschlich ein Riesengewinn war. Für ihn war es keine Frage, für einen guten Zweck wieder ins VTZ-Trikot zu schlüpfen. Beim Benefizspiel für den verunglückten Journalisten Fritz Schäfer kehrte Trifanovs, der im Sommer nach vielen Jahren in der Dritten Liga die Handballschuhe eigentlich an den Nagel gehängt hatte, bereits im Juli mal nach Zweibrücken zurück.
Und der 36-Jährige, der mittlerweile in Karlsruhe lebt, sprang auch ein, als die VTZ in der Vorrunde sportliche Hilfe im Rückraum brauchte. So ganz ohne Handball „kann ich doch noch nicht sein“, sagt Trifanovs lachend. Der technische Zeichner freut sich jetzt erst mal auf Weihnachten mit der Familie – zwei Töchter und einen Sohn hat Trifanovs, die älteste Tochter besucht eine Model-Schule in Lettland – und auf Ferien in der lettischen Heimat. „Familie, Ruhe und ganz, ganz viel Schnee“, sagt er.
Seine Wünsche sind bescheiden. „Ich wünsche allen Menschen erst mal frohe Weihnachten, und dass es allen so gut wie möglich geht“, sagt Trifanovs. Für sich selbst hofft er, „dass ich gesund bleibe und noch ein bisschen Spaß beim Handball spielen habe“, sagt er zum verschobenen Karriereende.