Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Trainer der Zweibrücker Vereine betrachten Einfachrunde in Oberliga skeptisch

Richtiges Training ist eine Voraussetzung, um überhaupt wieder spielen zu können, sagen die Coaches.
Richtiges Training ist eine Voraussetzung, um überhaupt wieder spielen zu können, sagen die Coaches.

Der Re-Start der RPS-Handball-Oberliga ist erneut verschoben worden. Wenn das Infektionsgeschehen deutlich gesenkt werden kann, soll der Spielbetrieb am 6./7. März wieder aufgenommen werden. Die Hinrunde wird dann als Einfachrunde zu Ende gespielt. Auch der Start der Jugend-Oberligen ist für Anfang März geplant.

„Dass wir im Januar keinen Handball spielen werden, war schon sehr lange klar“, sagt Philip Wiese, der gemeinsam mit Kai Schumann den Herren-Oberligisten VT Zweibrücken-Saarpfalz trainiert. Wiese ist auch skeptisch, was den anvisierten Termin Anfang März anbelangt. Angesichts der aktuellen gesundheitlichen Situation ist das „für mich schwer vorstellbar“, er unterstreicht nachdrücklich: „Obwohl es immer ein wichtiger Teil meines Lebens war, ist Handball momentan nicht die wichtigste Nebensache der Welt.“

Die Pandemie fordere von den Menschen ganz andere, schwerwiegendere Tribute. Klar freue sich jeder bei der VTZ, „wenn es wirklich wieder möglich ist zu trainieren.“ Das gelte für die Erwachsenen, „aber es wäre auch ganz wichtig für die Jugendspieler, die einfach Spaß haben sollen“, spricht er den sozialen Aspekt an. Regelmäßig trainieren zu können sei für alle die Voraussetzung, um wieder spielen zu können.

Eine einfache Oberliga-Runde bedeutet für die VTZ, die noch kein Saisonspiel bestritten hat, dass sie noch sieben Spiele auszutragen hat. Sollte das Infektionsgeschehen so abnehmen, dass das möglich ist, „wäre das bis Ende Mai wohl machbar“, schätzt Wiese. Sportlich habe die Saison, sofern noch gespielt werden kann, realistischerweise keinen Wert, weshalb sich aus seiner Sicht die Frage nach Auf- oder Absteigern nicht stellt.

Lydorf: Runde besser ganz abgesagt

Für Stefan Bullacher, Jugendkoordinator des SV 64 Zweibrücken, ist mit der jetzigen Entscheidung fast schon klar, dass es keine Jugendrunde geben wird. Ein Saisonstart Anfang März – ob der wirklich machbar ist, bleibe abzuwarten – würde bedeuten, dass die Runde zu einem Zeitpunkt startet, „an dem sie normalerweise fast schon beendet wäre“, sagt er. Aus seiner Sicht wäre es sinnvoll, mit den neuen Mannschaften – Ende März beginnt das altersbedingte Aufrücken – schon die Qualifikationen für die kommende Saison 2021/22 zu spielen, wenn trainiert werden kann. Das sei unproblematisch, mit Ausnahme der B-Jugend, bei der ein Teilnehmer für die deutschen Meisterschaften ermittelt wird. Aber dann müsse eben auch mal die DM ausfallen, findet Bullacher.

Zwei siegreiche Spiele haben die Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken bisher absolviert. Sechs Spiele stünden noch auf dem Rückrundenplan, SV-Trainer Rüdiger Lydorf hält nichts davon. Man hätte bis März gut sechs Monate nicht mehr Handball gespielt. Für ihn wäre es sinnvoller gewesen, die Runde endgültig abzusagen und die kommende früher starten zu lassen. „Es war doch klar, dass der Termin im Januar nicht funktionieren wird. Trotzdem mussten Spielpläne dafür erstellt werden. Für die Katz’. “

Saisonfortsetzung im März? „Unwahrscheinlich, es weiß doch keiner, wann wir wieder trainieren können. Wird Training erlaubt, sicher zunächst nur in der Kleingruppe“, erwartet er. Sei gewollt, dass man trotzdem spiele, „dann auch mit Auf-und Absteiger. Egal, ob es dann nur acht Spiele waren“, sagt Lydorf.

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